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Einsatzzahlen durch Hochwasser fast verdoppelt

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Traunreut. Die Feuerwehr Stein an der Traun wurde im vergangenen Jahr zu 104 Einsätzen gerufen und leistete dabei 1955 Stunden ehrenamtliche Hilfe. Wie aus den Berichten bei der Jahreshauptversammlung hervor ging, stiegen diese Zahlen im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund des Hochwassers stark an. Bei den Wahlen wurden neue junge Mitglieder in den Vorstand berufen. Vorsitzender bleibt Martin Wolferstetter, Stellvertreter ist nun Peter Grysko.


Kommandant Martin Schupfner berichtete: »Im Vergleich zum Vorjahr mussten wir zu 50 Einsätzen mehr ausrücken. Dies liegt vor allem am Juni-Hochwasser, wo wir an 43 Einsatzstellen Hilfe leisteten.« Zwischen 1. und 4. Juni leisteten 60 Aktive 830 Stunden. 2013 gab es fünf Brände, von denen drei nicht in Stein waren.

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Dafür steigt die Zahl der Technischen Hilfeleistungen jährlich an, besonders die Zahl der Verkehrsunfälle – 17 Einsätze standen im Zusammenhang mit Unfällen. Bei sechs Unfällen wurden Menschen eingeklemmt.

Daneben gab es 88 Übungen mit 1511 Stunden und 683 Stunden bei Lehrgängen. Die Gesamtzahl für Übungen, Lehrgänge und Einsätze summierte sich auf 4150 Stunden – im Schnitt leistete jeder Aktive 50 ehrenamtliche Stunden. Die Stärke der Feuerwehr Stein ist konstant bei 85 Aktiven, darunter sechs Frauen. Mit den Passiven und der Jugend hat die Feuerwehr 186 Mitglieder.

Jugendleiter Matthias Pöschl berichtete von elf Buben und vier Mädchen. Sie absolvierten 33 Übungen und sonstige Veranstaltungen, vier legten Jugendleistungsabzeichen ab, zwölf bestanden den Wissenstest mit gutem Erfolg. Höhepunkt war der Kreisjugendfeuerwehrtag, den alle Traunreuter Jugendfeuerwehrgruppen gemeinsam ausrichteten. Erfolgreich waren der erste Berufsfeuerwehrtag und der Werbetag für neue Mitglieder mit rund 20 Jugendlichen: neun Neuzugänge gab es. Pöschl betonte aber, dass die Jugendleitung am Ball bleiben müsse.

Kassier Manfred Mauler berichtete von 1131 Euro Verlust. Vorsitzender Martin Wolferstetter räumte ein: »Wir haben da einen Fehler gemacht.« Auf der Internetseite der Feuerwehr waren mehrere Jahre Fotos veröffentlicht von einem früheren Ausflug, für die bereits 2012 ein Hamburger Urheberrechte anmeldete. Er forderte eine fünfstellige Entschädigung. Mit Hilfe eines Anwaltes wurde diese Summe auf 4000 Euro für die Bilder und 2300 Euro Anwaltskosten gesenkt. Der Vorsitzende konnte nicht erklären, wie diese Bilder auf die Seite gelangten. So wurde ein neuer Internetauftritt geschaffen, die Bilder wurden entfernt.

Vorsitzender bleibt nach den Neuwahlen Martin Wolferstetter, neuer Stellvertreter ist Peter Grysko. Manfred Leitner gab das Amt nach zehn Jahren ab. Die Kasse bleibt in den bewährten Händen von Manfred Mauler, Christine Pawlitschko bleibt Schriftführerin. Beisitzer sind Hans Fuchs und neu Sandra Klinger sowie Johannes Glück. Zu Kassenprüfern gewählt wurden Hans Schupfner und Rainer Holzner.

Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein zeigte sich beeindruckt und verwies nochmals auf die Rauchmelderpflicht für Neubauten und die Nachrüstpflicht bis 2017 in Altbauten. Der Digitalfunk in der Region könne voraussichtlich im Herbst 2015 in Probebetrieb gehen. Er gab bekannt, dass es heuer erstmals einen »Blaulichttag« bei der Stadtfeuerwehr geben wird.

Bürgermeister Franz Parzinger lobte die »hochprofessionelle« Arbeit der Feuerwehren beim Hochwasser und gab bekannt, dass in Absprache mit den Kommandanten aller Feuerwehren in der Stadt eine Liste erstellt wurde mit notwendigen Geräten für weitere Hochwassereinsätze. Im Stadthaushalt 2014 wurden dafür 15 000 Euro eingestellt, in den nächsten beiden Jahren folgen 15 000 beziehungsweise 10 000 Euro. Nach dem Winter wird zudem eine Löschwasserzisterne in Roitham gebaut, für die der Grunderwerb bereits getätigt sei.

Zum Thema Unfälle sagte er: »In Stein sieht es gut aus, da ist eine Lösung der Situation an der Kreuzung in Sicht.« In St. Georgen sei es wesentlich komplizierter wegen der Bahnlinie. Eine große Lösung sei extrem teuer und in absehbarer Zeit nicht zu realisieren. »Wir wollen aber versuchen, durch kleinere Maßnahmen die Situation zu entschärfen«, versprach Parzinger.

Wolferstetter gab eine Vorschau auf Termine. Unter anderem führt die Skifahrt der Feuerwehr am 25. Januar nach Kitzbühel. Bei der Feuerwehr Stein gab es im Rahmen der Jahreshauptversammlung auch Ehrungen: Sebastian Siglreithmayer erhielt eine Auszeichnung für 20-jährige aktive Dienstzeit. Urkunden für 25 Jahre Mitgliedschaft gab es für Johann Kimmeringer und Manfred Zimmermann. mix