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Einsatzübung: Wehren aus Erlstätt und Stein stehen vor Herausforderung

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Foto: FDLnews/Benje

Traunreut – Zu einer nicht alltäglichen Einsatzübung kamen am Freitagabend die Feuerwehren aus Stein an der Traun und Erlstätt zusammen.


Zwei Feuerwehren, die einige Kilometer auseinander liegen und damit eigentlich wenig miteinander zu tun haben. Aber durch den privaten Umzug eines Florianjüngers entstand ein Kontakt und die Idee, doch einmal gemeinsam eine Übung abzuhalten.

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Dieser Vorschlag wurde dann gleich auf die Beine gestellt, da sich in Neudorf bei Hörpolding ein zum Abriss stehendes Wohnhaus als Einsatzobjekt anbot. Der Besitzer stellte das Gebäude gerne zur Verfügung. Für die beiden Feuerwehren wurde Alarm mit dem Stichwort "Brand in Wohnhaus, Personen in Gefahr" ausgelöst.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeugbesatzung stellte sich schnell heraus, dass das Wohnhaus in Vollbrand stand und zwei Personen vermisst werden. Sofort wurden Schlauchleitungen verlegt, um die Wasserversorgung sicherzustellen und die ersten Atemschutztrupps machten sich auf den Weg in das Gebäude.

Doch beim Vordringen in die Räumlichkeiten standen die eingesetzten Atemschutztrupps einer weiteren großen Herausforderung gegenüber: Die Sichtweiten in dem stark verrauchten Gebäude lagen bei unter einem halben Meter. Somit musste man sich in dem Haus Zentimeter für Zentimeter vortasten, um die beiden vermissten Personen zu finden. Beide konnten trotz der Umstände höchst professionell innerhalb kürzester Zeit gerettet werden.

Gespielt wurden die Vermissten von der "Notfalldarstellung des BRK". Durch den hohen Ausbildungsstand, den beide Feuerwehren genießen, funktionierte die Zusammenarbeit miteinander hervorragend. Nach rund eineinhalb Stunden konnte die Übung für beendet erklärt werden.

Das Ganze fand unter den fachkundigen Augen des Kreisbrandmeisters Josef Walter statt. Wie nach solchen Übungseinsätzen üblich, wurde im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Stein an der Traun noch eine kurze Manöverkritik abgehalten. Anschließend saßen die 57 Floriansjünger, die sich an der Übung beteiligten, noch bei einer gemütlichen Brotzeit im Gerätehaus der Steiner Wehr zusammen.

FDLnews/Benje

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