weather-image

Einsatzreiches Sturmwochenende für die Feuerwehren

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Mehr als 60 Mal rückten die Feuerwehren im Landkreis Traunstein am vergangenen Wochenende aus, um Sturmschäden zu beseitigen. Häufigste Einsatzursache waren umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. (Fotos: Volk)

Ein einsatzintensives Wochenende liegt hinter den Feuerwehren im Landkreis Traunstein: Die Orkan- und Sturmböen von mehr als 110 km/h, vor denen der Deutsche Wetterdienst gewarnt hatte, führten von Freitag bis Sonntag zu mehr als 60 Einsätzen für die Floriansjünger. Häufigste Ursache für die Alarmierung und das Ausrücken der Wehren waren umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten und von den Helfern beseitigt werden mussten. Dabei wurde nach einer ersten Übersicht der Kreisbrandinspektion glücklicherweise niemand verletzt.


Der »Sturm-Marathon« für die Feuerwehren begann am Freitagnachmittag, als die Feuerwehr Chieming alarmiert wurde, um einen Baum zu beseitigen, der bei Egerer die Staatsstraße 2096 blockierte. Daraufhin folgten zahlreiche weitere Einsätze im gesamten Landkreis. Besonders gefordert war die Feuerwehr Kienberg, die mehrmals alarmiert wurde, um Bäume zu zerlegen, die auf Fahrbahnen gefallen waren.

Anzeige

Hausdach wurde gesichert

Gesichert werden musste auch ein Gebäude, bei dem der Orkan Teile eines Hausdaches löste. Die Feuerwehr Trostberg wurde gegen 18.15 Uhr alarmiert, weil ein umgestürzter Baum die Bundesstraße 299 in Richtung Tacherting unpassierbar machte. Die Floriansjünger konnten das Hindernis rasch beseitigen und die Straße konnte für den Verkehr wieder freigegeben werden. Die Feuerwehralarme zur Beseitigung von Sturmschäden häuften sich am frühen Samstagmorgen ab 4 Uhr. Wieder waren es umgestürzte Bäume, die ein Weiterkommen auf vielen Straßen unmöglich machten. Die Feuerwehr Traunstein musste ausrücken, weil in der Höllgasse ein Dach gesichert werden musste, später weil auf der Straße nach Hütt ein Baum die Fahrbahn blockierte.

In Nußdorf rückte die Feuerwehr aus, weil mehrmals umgeknickte Bäume auf der Kreisstraße TS 46 nach Sondermoning und auf der Gemeindestraße lagen. In Schleching blockierten Bäume und Geröll die Bundesstraße 307 in Richtung Kössen. Die Feuerwehr sorgte für Abhilfe. Während des Samstags und in der Nacht zum Sonntag kam es immer wieder zu Alarmierungen, um Sturm- und Orkanschäden zu beseitigen. Dabei waren besonders die Wehren im Norden und in der Mitte des Landkreises gefordert. Weniger zu tun hatten die Wehren südlich der Autobahn, im Traun- und Achental.

Dieselspur von Aiging nach Stein

Neben den vielen Einsätzen zur Behebung von Sturmschäden, mussten die Feuerwehren Nußdorf, Matzing und Stein am Samstagabend gegen 18.30 Uhr ausrücken, nachdem auf der Bundesstraße 304 eine Dieselspur entdeckt worden war, die sich von Nußdorf-Aiging auf rund zehn Kilometer bis nach Stein an der Traun zog. Vermutlich hatte ein Lkw-Fahrer seinen Tank randvoll gemacht oder den Tankdeckel nicht aufgeschraubt. Vor allem in Linkskurven schwappte der Kraftstoff aus dem Tank und hinterließ dort eine »dicke« Dieselspur auf dem Asphalt. Um die Schleudergefahr zu beseitigen, streuten die Feuerwehrler Bindemittel aus, die den Schmierfilm banden. Die Wehren waren mit insgesamt rund 30 Mann zwei Stunden im Einsatz.

In Traunreut rückte die Feuerwehr am Freitagabend aus, nachdem in einer Wohnung in der Martin-Luther-Straße ein Rauchmelder aufheulte. Bei Eintreffen am vermeintlichen Brandort stellte die Feuerwehr fest, dass in der Wohnung einer älteren Frau eine Kerze umgefallen war und zu einer leichten Rauchentwicklung führte. Der Rauchmelder, der mit einem Hausnotrufgerät kombiniert ist, schlug daraufhin Alarm. Die Feuerwehr musste allerdings nicht mehr eingreifen. Durch Öffnen der Fenster wurde der Brandrauch beseitigt. Die Frau blieb unverletzt. Der Einsatz machte jedoch deutlich, dass Rauchmelder eine »Lebensversicherung« sind, um sich vor einem Feuer zu schützen. pv

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen