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Einsatz für den Hausarzt

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Die wohnortnahe ärztliche Versorgung soll in der Region Südostoberbayern nachhaltig gesichert und verbessert werden. Um diese Aufgabe zu unterstützen, hat die Bayerische Staatsregierung vor kurzem die Region 18 mit den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim als Modellregion ausgewählt und Fördermittel für ein Jahr in Aussicht gestellt. Das teilte Landrat Hermann Steinmaßl den Mitgliedern des Planungsausschusses mit.


Am 12. Dezember wird eine regionale Gesundheitskonferenz mit Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen, Sozialversicherungsträgern und weiteren Fachorganisationen ins Leben gerufen. Themenschwerpunkte sind die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie die Förderung und Kooperation von Gesundheitsberufen sein. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

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»Wir haben eine sehr gute stationäre Versorgung, und noch ist in unserer Region auch die Versorgung mit Hausärzten gut. Es gibt aber schon Gemeinden, die im Gegensatz zu früher keinen Hausarzt mehr haben«, erläuterte Steinmaßl. Die Tatsache, dass fast ein Drittel der Hausärzte über 60 Jahre alt sei und gleichzeitig nur 38 Prozent der Medizinstudenten sich vorstellen könnten, Hausarzt mit eigener Praxis zu werden, dränge zur Erarbeitung tragfähiger Konzepte.

Die ärztliche Versorgung im Bundesgebiet unterliegt der 1993 eingeführten Bedarfsplanung, an der die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen beteiligt sind. Sie regelt, wo sich Vertragsärzte niederlassen können. Einst wurde diese Planung eingeführt, um einer »Ärzteschwemme« vorzubeugen. Heute droht in der ambulanten Versorgung jedoch ein Ärztemangel. Für die hausärztliche Versorgung sieht die erst in diesem Jahr reformierte Bedarfsplanung sogenannte Mittelbereiche vor. Dabei handelt es sich in der Regel um mehrere Gemeinden innerhalb eines Landkreises, denen eine gewisse Anzahl von Ärzten zur Verfügung steht. In der Region Südostbayern wären das die Mittelbereiche Rosenheim und Traunstein. »Das ist ein Schritt in die richtige Richtung«, so Landrat Hermann Steinmaßl. Ein vordringliches Anliegen müsse sein, die Bereiche weiter zu verkleinern, um Ärzte »erreichbarer« zu machen.

In der Diskussion bezeichnete es Amerangs Bürgermeister Augustin Voit als »Riesenchance, dass wir Modellregion sind«. Eine Strukturänderung für den ländlichen Raum sei dringend notwendig. Darüber hinaus könne jede Gemeinde selbst Anreize für junge Ärzte schaffen. Dr. Karl Dürner, selbst Arzt und Bürgermeister der Gemeinde Schwindegg im Landkreis Mühldorf, bezeichnete die Zahl von sechs bis zehn Ärzten für einen Bereich von 10 000 Einwohnern als optimal. Dabei plädierte er für den Aufbau von »Hausarztzentren«.

Insgesamt erachteten die Mitglieder des Ausschusses die Einführung der regionalen Gesundheitskonferenz als dringend notwendig. Ein entsprechender Beschluss wurde einstimmig gefasst. Im Dezember 2014 soll der Prozess beendet sein und ein Ergebnis vorliegen.

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