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Einnahmen deutlich höher als erwartet

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Reit im Winkl – Die Gemeinde Reit im Winkl nimmt in diesem Jahr mehr Steuern ein als im Haushaltsplan veranschlagt. Dies wurde in der vergangenen Sitzung des Ge-meinderats bekanntgegeben, in der über die Nachtragshaushaltssatzung für das Haus-haltsjahr 2015 und über den Finanzplan bis 2018 beraten und beschlossen wurde.


Durch die Verbesserung der Lage kann dem Vermögenshaushalt heuer voraussichtlich ein Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt in Höhe von 1,1 Millionen Euro und damit um rund 169 000 Euro mehr zugeführt werden als im Haushaltsplan veranschlagt.

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Bürgermeister Josef Heigenhauser gab bekannt, im bisherigen Verlauf des Haushaltsjahres habe sich herausgestellt, dass im Verwaltungshaushalt 94 600 Euro mehr eingenommen wurden als im Haushaltsansatz vorgesehen. Dagegen wurden unterm Strich 74 820 Euro weniger ausgegeben, sodass die Zuführung zum Vermögenshaushalt um den genannten Betrag erhöht werden kann.

Zurückzuführen ist das erfreuliche Ergebnis vor allem auf die um 100 000 Euro auf eine Million Euro gestiegene Gewerbesteuer und auf die Zweitwohnungssteuer, die sich um 40 000 Euro gegenüber dem Ansatz auf 260 000 Euro erhöht hat. Auch bei der Grunderwerbsteuer wurde der Ansatz um 35 000 Euro übertroffen. Diese Mehreinnahmen verringern sich durch einige Reduzierungen an anderer Stelle wie etwa beim Fremdenverkehrsbeitrag auf das genannte Gesamtergebnis.

Die Minderausgaben im Verwaltungshaushalt sind in erster Linie auf die nicht durchgeführte Instandhaltung der kleinen Sprungschanze zurückzuführen, die mit 74 000 Euro veranschlagt war. Sie musste wegen der fehlenden Genehmigung des Zuschussantrages an den Bayerischen Landessportverband verschoben werden. Beim Unterhalt der Winklmoosstraße wurde der Haushaltsansatz von 50 000 Euro auf 10 000 Euro reduziert. Mehrausgaben mussten dagegen zum Beispiel bei der kindbezogenen Förderung im Kindergarten angesetzt werden.

Im Vermögenshaushalt können einige veranschlagte größere Investitions- und Erschlie-ßungsmaßnahmen nicht in dem vorgesehenen Maße abgewickelt werden und müssen zum Teil in das Haushaltsjahr 2016 verschoben werden, wie etwa die Tiefbaumaßnahmen am Rosenweg. Dies gilt andererseits auch für die heuer mit 181 000 Euro veranschlagten Einnahmen aus den Erschließungsbeiträgen am Mühlenweg. Neu hinzugekommen ist im Nachtragshaushalt 2015 der Einbau eines Behinderten-WC beim Rathaus mit einem Kostenaufwand von 30 000 Euro, ebenso   die   Anschaffung eines Schmalspurtraktors John Deere.

Planmäßig verlaufen die Ausgaben für die Tilgung von Krediten, sodass die Verschuldung in diesem Jahr wie vorgesehen von 4,6 Millionen auf 4 Millionen Euro gesenkt werden kann. Durch die insgesamt eingetretene Verbesserung der Haushaltslage kann die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage im Nachtragshaushalt um 104 000 Euro auf 891 000 Euro verringert werden.

Die Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2015 wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen, ebenso der von der Verwaltung ausgearbeitete Finanzplan bis zum Jahr 2018. Hier wies Bürgermeister Josef Heigenhauser insbesondere auf den hohen Schuldenabbau in den vergangenen Jahren hin. Die von Alois Hipper vorgeschlagene Errichtung einer Elektro-Tankstelle wird auf Vorschlag von Bürgermeister Josef Heigenhauser in die Haushaltsberatungen für das Jahr 2016 aufgenommen. sh