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Einmal abgelehnt, einmal zugestimmt

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Reit im Winkl – Mit zwei Anträgen auf isolierte Abweichung wegen des Baus von Carports befasste sich der Bau-ausschuss Reit im Winkl in seiner jüngsten Sitzung. Außerdem ging es um die Widmung eines Teilstücks des Grünbichlwegs in Entfelden zum öffentlichen Feld- und Waldweg.


Bürgermeister und Bauausschussvorsitzender Josef Heigenhauser erläuterte, dass ein Antrag auf isolierte Abweichung bei Vorhaben zum Tragen komme, die grundsätzlich genehmigungsfrei sind, aber den Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung widersprechen. Der Antragsteller beabsichtigte die Errichtung eines Carports mit Abstellräumen an einem Hauptgebäude an der Entfeldener Straße. Der Antrag widerspricht jedoch nach Ansicht der Verwaltung in mehreren Punkten den Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung. Danach muss der First parallel zur Längsseite verlaufen, was nach der vorliegenden Planung nicht der Fall ist. Außerdem wird aus Sicht der Verwaltung hier das Maß der Überbaubarkeit des Grundstücks erheblich überschritten. Aus diesen und weiteren Gründen lehnte der Bauausschuss den vorliegenden Antrag einstimmig ab.

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Die Errichtung eines Carports ist an der Südseite eines Anwesens Am Donnersgattern geplant. Wie die Verwaltung festgestellt hatte, ist die vorgesehene Dachneigung von zwölf Grad nach der Ortsgestaltungssatzung bei Nebenbauten ausnahmsweise zulässig, ebenso die beabsichtigte trapezförmige anstatt einer rechteckigen Ausführung. Der Bauausschuss stimmte dem Antrag auf isolierte Abweichung hinsichtlich Dachform und -neigung und der Form des Baukörpers einhellig zu.

Weiter beschloss der Ausschuss, einen Teilabschnitt des Grünbichlwegs in Entfelden als öffentlichen Feld- und Waldweg zu widmen. Bürgermeister Josef Heigenhauser erläuterte dazu, dass der Verwaltung aufgefallen sei, dass der sogenannte Grünbichlweg in Entfelden, über den einige Anwesen an der Chiemseestraße und am Jederer erschlossen sind, als öffentlicher Feld- und Waldweg mit der Widmungsbeschränkung »Gesperrt für Kraftfahrzeuge aller Art mit Ausnahme landwirtschaftlicher Schlepper« gewidmet ist. Diese Beschränkung sei für das Teilstück des Wegs, das asphaltiert ist und somit für Autos befahrbar, aufzuheben.

Nach dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz sei daher ein Widmungsverfahren für den genannten Teilbereich mit einer Länge von 330 Metern durchzuführen. Die Straßenbaulast falle für diesen Bereich an die Gemeinde, für den nicht ausgebauten Teil des Wegs verbleibe sie bei den Beteiligten. sh

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