weather-image
27°

Einige Projekte werden verschoben

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Eine schweißtreibende Arbeit bei fast 30 Grad: Ein Arbeiter schneidet auf der Baustelle an der Salzburger Straße in Traunreut die Rohre auf unterschiedliche Längen zu. Die Arbeiten der neuen Wasserversorgungsleitung dauern noch bis Ende Oktober. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Stadtwerke haben in der ersten Sitzung des Werkausschusses nach den Sommerferien einen Zwischenbericht für 2016 vorgelegt. Nach Angaben der Werkleitung werden sich einige Projekte, die in Verbindung mit städtischen Straßenbauprojekten geplant waren, verschieben – etwa der Wasserleitungsbau am Irsinger Berg und an der Fridtjof-Nansen-Straße. Dadurch wird sich das geplante Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro verringern. »Drei Millionen Euro werden es aber schon werden«, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke, Franz Hagenauer, dem Traunsteiner Tagblatt.


Laut Wirtschaftsplan sollten in die Wasserversorgung 2,3 Millionen Euro investiert werden, in die Entwässerung knapp 1,6 Millionen sowie in die Wärmeversorgung 970 000 Euro. Für den Betrieb und das Bürogebäude wurden 90 000 Euro veranschlagt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie betrieblichen Aufwendungen und bei den Personalkosten gibt es keine erheblichen Abweichungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Anzeige

Der Wasserbedarf in Traunreut wird ausschließlich aus Grundwasser gedeckt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es beim Wasserverkauf ein Plus von neun Prozent. Auch bei der Wärmeentnahme wurde ein Plus von zwei Millionen Kilowattstunden oder sieben Prozent erreicht. Weiter wurden die Wassergebühren für 2016 bis Ende 2019 festgelegt. Die Einleitungsgebühren wurden bis Jahresende festgelegt. Der künftige Kalkulationszeitraum der Einleitungsgebühren soll nicht mehr für vier, sondern nur drei Jahre vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2019 gelten. Somit gibt es künftig eine gemeinsame Kalkulation – eine Kostenersparnis wird erwartet.

Aufgrund der Fernwärmegebührenkalkulation des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands gab es bei der Fernwärme im ersten Halbjahr vierteljährliche Preisanpassungen. Das Fernwärmenetz in der Kernstadt wird kontinuierlich ausgebaut und von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Heuer erfolgt besonders eine Verdichtung in der Hofer Straße.

Zur Jahresmitte wurde die Erneuerung der Wasserleitung in Burgberg fertig. Mit dem Bau neuer Wasserleitungen in der Salzburger Straße, Kopernikusstraße, Traunstraße, Weisbrunner Straße und einem Teilstück der Staatsstraße 2104 wurde begonnen. Ebenfalls noch heuer soll von Niedling eine Verbindung zum Anschluss an den städtischen Kanal hergestellt werden. Die Kanalisierung in Niedling selbst wird 2017 ausgeführt.

Kurz vor Beginn steht auch der Bau eines Entlastungskanals in der Traunsteiner- und Kampenwandstraße im Wohngebiet »Traunsteiner Wald«. Ein Absatzbecken und ein Ableitungskanal in die Traun sollen ebenfalls noch heuer fertig werden. Wie mehrfach berichtet, wurden vor rund zwei Jahren nach einem Starkregen in dem Wohngebiet etwa 20 Keller überflutet.

Der Wasserleitungsbau am Irsinger Berg muss auf 2017 verschoben werden, weil zunächst die Stützmauer gebaut werden muss. Mit diesen Arbeiten soll im Herbst begonnen werden. Ebenfalls verschoben wird der Wasserleitungsbau in der Nansen-Straße. Nachdem der Straßenausbau der Nansen-Straße auf 2017 verschoben wurde, kann auch der Wasserleitungsbau erst im nächsten Jahr erfolgen. Auch die im vergangenen Jahr noch als dringlich eingestufte Erschließung für Wasser und Fernwärme im Gewerbegebiet Hochreit wurde vom Grundstücksbesitzer zurückgestellt. ga