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Eines der besten Jahreskonzerte

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Die Musikkapelle Reit im Winkl gab im Festsaal ihr Jahreskonzert. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Es sei dies eines der besten Jahreskonzerte der Musikkapelle gewesen, attestierten etliche fachkundige Zuhörer den Musikern und klopften manchen nach dem zweistündigen Auftritt dabei anerkennend auf die Schulter – ein »Gänsehautgefühl« wie dies der Vorstand der Kapelle, Graz Heigenhauser, im Nachhinein beschrieb. Das Jahreskonzert ist für die Reit im Winkler Musikkapelle im Frühjahr stets Auftakt zu etwa 40 öffentlichen Auftritten im Jahresverlauf und bietet für den Dirigenten Hans Nothegger auch Gelegenheit, neu einstudierte Stücke den Gästen zu präsentieren und schließlich verdiente, langjährige Mitglieder zu ehren. Rund 200 Zuhörer fanden sich im Festsaal ein, es hätten durchaus mehr sein können, wie Vorstand Heigenhauser den Zuspruch insbesondere der Einheimischen beschrieb.


Ein Anliegen ist es Hans Noth-egger, Dirigent seit 26 Jahren, bei diesen Jahreskonzerten stets, sich nicht nur auf traditionelle Stücke einer Blaskapelle zu beschränken und deshalb   präsentiert er stets ein breiteres    Repertoire. Dass gerade die moderneren Titel wie »Josef and the amazimg Technicolor dreamcoat« von Andrew Lloyd Webber und »Highlights from Robin Hood« von Michael Kamen die Zuhörer besonders begeisterte, zeigte sich im aufbrausenden Applaus. Anklang fanden freilich auch eher traditionelle Stücke wie »Frühling an der Donau« von Franz Gerstbein oder »Froh gelaunt« von Ernst Hoffmann.

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Franz Schlechter jun. informierte das Publikum zwischen den Stücken über Hintergründe und Neuheiten der Kapelle. Er stellte dabei gleich eine ganze Reihe junger Musikanten vor, die seit dem vergangenen Winter die insgesamt 50-köpfige Kapelle bereichern. Diese sind Valentina Höflinger (Querflöte), Christoph Heistracher (Tenorhorn), Tom Hutter (Bariton), Lea Freimoser (Querflöte), Florian Neumaier und Elina Hutter (beide Klarinette). Einer gut funktionierenden Nachwuchsarbeit, dem Klassenmusizieren an der Grundschule und der Jugendmusikkapelle (Jumuka), schreibt Noth-egger die Tatsache zu, dass immer wieder junge talentierte Musikanten in die große Kapelle eingebunden werden können. »Noch haben wir keine Nachwuchssorgen«, sagte der Dirigent und Musiklehrer, »in ein paar Jahren kann das aber schon anders aussehen«. Diese Aussicht begründet sich auch in der Tatsache, dass die Jumuka derzeit kaum mehr jugendliches Personal hat.

Wichtiger Termin ist das Jahreskonzert aber auch, weil dies den passenden Rahmen für die Ehrung langjähriger Mitglieder bietet. Als Anerkennung überreichten Vorstand Graz Heigenhauser und Anette Heigenhauser, die ihren abwesenden Ehemann, Bürgermeister Josef Heigenhauser, vertrat, jeweils ein Abzeichen und eine Urkunde. Ausgezeichnet wurden also für ihre langjährige Treue zur Musikkapelle Renate Fenninger (10 Jahre), Andreas Durchner und Thomas Holzner (jeweils 15 Jahre) Florian Gstatter, Gabi Ager und Sabine Mühlberger (jeweils 20 Jahre) sowie Andreas Schwendtner und Kaspar Speicher jun. (jeweils 30 Jahre). Für ihren besonderen Einsatz in Funktionsämtern zeichnete aber auch der Musikbund von Ober- und Niederbayern einige der Mitglieder aus, dieses waren für jeweils zehn Jahre Margit Buchmann (Schriftführerin) und Sabine Mühlberger (Jugendwartin und Notenwartin) und Peperl Neumaier, 15 Jahre als 2. Vorstand und Notenwart. ost