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»Einen richtigen Mann für einen wichtigen Ort gefunden«

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Gerald Schölzel (links) hat bereits Ende September die Leitung des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon übernommen. Im Beisein seines Vorgängers Wolfgang Stamm wurde er gestern offiziell in sein Amt eingeführt. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon hat einen neuen Leiter: Ende September hat Gerald Schölzel diese Aufgabe übernommen. Der 52-jährige Unterfranke ist Nachfolger von Wolfgang Stamm, der im Mai in den Ruhestand getreten ist und das Kloster seit seiner Eröffnung 1993 als Kultur- und Bildungszentrum geleitet hat. Gestern wurde Gerald Schölzel im Beisein von rund 100 Gästen offiziell in sein Amt eingeführt. Sein Ziel sei es, das Kultur- und Bildungszentrum attraktiv zu halten. »Kloster Seeon ist ein Ort, dessen Zukunft es wert ist, sie zu gestalten.«


Aufgewachsen in Unterfranken, begann der 52-Jährige seinen Berufseinstieg im Jodquellenhof in Bad Tölz. Nach internationalen Stationen in München und Puerto Rico studierte er in Heidelberg und war zuletzt Geschäftsführender Direktor des Trainings- und Konferenzzentrums der Lufthansa im hessischen Seeheim. Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen und wegen seiner Liebe zu Bayern, hat er sich für die Stelle in Seeon beworben.

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»Mit Gerald Schölzel haben wir einen richtigen Mann für einen wichtigen Ort gefunden«, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Das Kultur- und Bildungszentrum befinde sich gerade im Umbruch und man sei davon überzeugt, dass der ausgewiesene Hotelprofi der Einrichtung neue Impulse geben könne. Die Weiterentwicklung des Aushängeschildes des Bezirks Oberbayern sei eine große Herausforderung zwischen dem noch heute spürbaren benediktinischen Geist und den Aufgaben eines modernen Tagungshotels.

»Wir wollen auch Teil der Region sein und dabei die Kundenwünsche und die Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen«, so Mederer weiter. Unter anderem werde auch die Fischerei- und Imkerei-Fachberatung des Bezirks Station in Seeon machen. Die Übernahme des sogenannten Hirschfeld-Anwesens und die Sanierung des Café-Bistro Leuchtenberg stelle den Bezirk vor weitere Herausforderungen. Schölzel übernehme ein Haus, wo es sich weiterentwickeln und arbeiten lasse.

Dies scheint ganz im Sinne des neuen Leiters zu sein: »Ich sehe mich eher als Gestalter als Verwalter«, betonte Schölzel. Er sei beeindruckt von der behutsamen Sanierung des Klosters, bei der die Vergangenheit mit der Zukunft verbunden worden sei. »Seeon ist sehr attraktiv für mich«. Es reize ihn, die Einzigartigkeit des Hauses zu bewahren und attraktiv zu halten. Damit verbunden sei auch ein gutes Fachpersonal für den Tagungsbetrieb. »Dieses Thema wird uns sicher die nächsten Jahre beschäftigen.« Privat ist Schölzel ein sehr naturverbundener Mensch: »Ich liebe die Berge und die Seen und Golfplätze gibt es auch genug in der Region – das passt alles wunderbar.« Schölzel ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau Susanne in der Gemeinde Altenmarkt.

Beim Stehempfang im Festsaal wurde auch eine Schweigeminute für die Paris-Opfer eingelegt, zu der die Staats- und Regierungschefs der EU alle Europäer aufgerufen hatten. »Frankreich führt uns in die Realität zurück, was alles passieren könnte und passieren kann«, sagte Mederer. Den Angehörigen und Freunden der bei dem schrecklichen Attentat ums Leben gekommenen Menschen gelte ein tief empfundenes Mitgefühl. ga

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