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Eine wachsende Wertegemeinschaft in der Region

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Begriffe wie »Wirrwarr« oder »Aktenberg« prägen den Ton des Vorstandssprechers der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, Konrad Irtel, wenn er über die Ansätze der Politik zur Regulierung des Bankensektors spricht. Ärgerlich sei besonders die mangelnde Differenzierung: »Die Regeln unterscheiden kaum, ob eine Bank ein solides Kundengeschäft betreibt oder international mit hochriskanten Finanzderivaten pokert. Alle Banken werden über einen Kamm geschoren«, so Irtel.


Dabei zeigten gerade Genossenschaftsbanken, dass klare Werte und Sicherheit zu den Prinzipien eines erfolgreichen Kreditinstitutes zählen könnten. Bestes Beispiel seien die Zahlen der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG des Jahres 2013, die den knapp 300 Mitgliedervertretern vorgestellt wurden. Zu den 70 Filialen der Bank gehören auch die in Inzell, Ruhpolding, Reit im Winkl, Grassau, Marquartstein, Schleching, Übersee und Unterwössen.

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Vorstandssprecher Hubert Kamml zeigte sich erfreut, dass trotz der Niedrigzinsen die Einlagen der Kunden deutlich gewachsen sind – um mehr als 5 Prozent von 2,818 auf 2,983 Milliarden Euro. Eine rege Bautätigkeit und die anhaltende Investitionsbereitschaft der Unternehmen führten im Kreditgeschäft zu neuen Anträgen über 634 Millionen Euro. Das Volumen beträgt hier 2,695 Milliarden Euro, über 3 Prozent mehr als im Vorjahr (2,596 Milliarden Euro).

Die Bilanzsumme beträgt 3,924 Milliarden Euro nach 3,751 Milliarden im Jahr 2012. »Insgesamt betreuen wir zusammen mit unseren Partnern der Genossenschaftlichen Finanz-Gruppe knapp 7,8 Milliarden Euro für 200 000 Kunden«, fasst Kamml zusammen. Um die Qualität sicherzustellen würden 114 junge Menschen ausgebildet.

Die Bank habe 2013 ein gutes Ergebnis erzielt, das über dem Durchschnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken liege. Die Niedrigzinsen würden jedoch zu einem unvermeidbaren Rückgang des Zinsüberschusses, der wichtigsten Ertragskomponente, führen. Auch deswegen sei die Stärkung der Rücklagen wichtig, so der Vorstand. Die Eigenmittel würden daher um über 35 Millionen Euro aus dem Geschäftsergebnis erhöht. Die Bank erfülle mit der hervorragenden Eigenkapitalausstattung bereits die gestiegenen Anforderungen aus Basel III.

Betont wurde auch die Verantwortung der Bank für die Region. Neben über 330 000 Euro an Spenden und Sponsoring für Soziales, Bildung, Sport und Kultur wurde auch das Kapital der gemeinnützigen Stiftungen der Bank um 1,3 Millionen Euro ausgeweitet.

Der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Vertreter nicht zuletzt aufgrund des guten Ergebnisses geschlossen zu. Ebenso wurde der Jahresabschluss genehmigt und eine Dividende von 2 Prozent im Rahmen der Gewinnverwendung beschlossen.

Nach über 25 Jahren im Vorstand der Bank geht Walter Geser in den Ruhestand. Vorstandssprecher Konrad Irtel würdigte die Leistung Gesers, mit dessen Hilfe die Bank aus einer schwierigen Situation zu einer der stärksten Genossenschaftsbanken in Bayern und Deutschland entwickelt worden sei. Mirko Gruber, der bereits seit Ende 2007 Prokurist ist, wird in den Vorstand aufrücken. Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsräte wurden im Amt bestätigt. Hubert Linner und Erich Schürrle schieden altersbedingt aus dem Gremium aus. Für ihre langjährigen Verdienste erhielten sie die Silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbands Bayern.

Sowohl die Zahlen der Bank als auch die Anzeichen einer weiteren gesamtwirtschaftlichen Verbesserung der Lage stimmten den Vorstand positiv für den Ausblick. In die 70 Geschäftsstellen der Bank werde laufend investiert. Ein erfreuliches Signal sei auch die anhaltende Gewinnung neuer Mitglieder.