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Eine tiefe Verneigung vor dem Ehrenamt

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Marquartstein Ehrenamt
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Bürgermeister Andreas Scheck und seine Stellvertreterin, zweite Bürgermeisterin Claudia Kraus, bedienten beim Ehrenamtsabend die Gäste. (Foto: Fembacher)

Marquartstein – »Viel Amt, wenig Ehre« – wer sich freiwillig engagiert, kennt das nur zu gut. Aber es gibt auch schöne Überraschungen, wie das Ehrenamtsfest der Gemeinde Marquartstein, das heuer zum dritten Mal stattfand.


Ein Glas Sekt, festlich gedeckte Tische, ein Vier-Gänge-Menü, der Rathauschef Andreas Scheck und seine Stellvertreterin Claudia Kraus und die Gemeinderäte als zuvorkommende Kellner sowie ein ansprechendes Rahmenprogramm. Kurzum: Ein Abend zum Zurücklehnen und Genießen für jene, die sich sonst für andere einsetzen.

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Die Tätigkeitsfelder und der Umfang des Einsatzes sind so vielfältig wie die Ehrenamtlichen selbst. Neu in diesem Jahr war, dass jeder Bürger die Möglichkeit hatte, Personen auf die Einladungsliste setzen zu lassen, die organisationsunabhängig einen Dienst an der Allgemeinheit tun.

Bürgermeister Andreas Scheck betonte in seiner Dankesrede, dass dieser Dienst die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft ist. Gleichzeitig bedauerte er, dass die Welt im Großen wie im Kleinen immer egoistischer werde und sich viele nicht mehr binden wollten. Jahrelang freiwillig eine Organisation oder einen Verein zu unterstützen ist schon lange nicht mehr selbstverständlich. Um diese Arbeit zu würdigen, hat die Gemeinde Marquartstein im Jahr 2015 das Ehrenamtsfest ins Leben gerufen. Es soll von nun an regelmäßig alle zwei Jahre wiederholt werden.

In diesem Jahr wurden gut 160 Gäste geladen – einige waren sogar von mehreren Vereinen gemeldet worden. Rund 110 kamen und genossen den Abend bei einem leckeren Essen in ungezwungener Atmosphäre. Zur guten Stimmung trugen auch ausgewählte Programmpunkte zwischen den Gängen bei.

Zweite Bürgermeisterin und Hauptorganisatorin Claudia Kraus hatte mit einer witzigen Geschichte über die Midlife-Crisis aus dem Buch »Es ist nur eine Phase, Hase« die Lacher auf ihrer Seite und auch die Einspielung von Gerhard Polts »Im Gemeinderat« kam gut an. Der Höhepunkt des Abends war eine Reise durch die Geschichte Marquartsteins seit der Gründung vor genau 80 Jahren. Mit einer Fotoschau zur Dorfentwicklung und zu den Höhepunkten im Dorfleben wurde von Bürgermeister Andreas Scheck so manche Erinnerungen wachgerufen. Spannend wurde es bei der Verlosung von je zwei Karten für drei Kulturveranstaltungen in der Region. Für die richtige Musik sorgten die jungen Achentaler Musiker »Knopf-Soatn-Blech-Blosn«. Der Abend klang gemütlich an der Bar aus und man kam mit den Gästen der anderen Tische ins Gespräch – Barkeeper waren junge Gemeinderäte. fem