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»Eine Sanierung, die weh tut«

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Unterwössen. Keine guten Nachrichten präsentierte Bürgermeister Ludwig Entfellner seinem Gemeinderat bei der Ortsbesichtigung der Raitner Brücke an der Grenze zu Schleching. Notwendige Sanierungsarbeiten am Brückengeländer und Gehsteig dürften über 400 000 Euro verschlingen. Die Kosten würden allerdings auf die Gemeinden Unterwössen und Schleching aufgeteilt werden.


Schon immer verband die Raitner Straße und eine Brücke über die Tiroler Achen die beiden Gemeinden. In den Jahren 1970/71 war die heutige Brücke gebaut worden, die seinerzeit eine alte Holzbrücke ersetzt hatte. Bereits 2005 hatte es ein Brückengutachten von der Firma Oplan gegeben, das einen Sanierungsbedarf von rund 300 000 Euro festgestellt hatte. Im Jahr 2013 bezifferte die Firma Koller in einem erneuten Gutachten die Instandsetzungskosten schon auf 420 000 Euro. Diese Kosten sowie der dringende Sanierungsbedarf waren in jüngster Zeit nochmals durch eine dritte Meinung bestätigt worden. »Die Sanierung ist in den nächsten drei Jahren einfach fällig, obwohl die Kosten natürlich so richtig weh tun«, betonte der Bürgermeister. Die Zuschussfrage sei sehr schwierig und stehe noch in den Sternen.

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Gut sei die Kostenteilung mit der Gemeinde Schleching. Zu den weiteren positiven Aspekten zählte Entfellner auch das einwandfreie Fundament der Brücke und die nicht gefährdete Tragfähigkeit. Der Rathauschef: »Die Brücke ist sicher.« Nach Meinung des Gremiums soll nun mit der Gemeinde Schleching ein Zeitrahmen für die Sanierung erarbeitet werden. bvd