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»Eine Reise in eine andere Welt«

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Ein Abstecher an die Chinesische Mauer: Viel Zeit für Sehenswürdigkeiten hatten Oliver Schmid (von links), Robert Vitacca, Dominik Scholz und Tony Berger nicht, doch das Wahrzeichen des Landes wollten sich die vier Bandmitglieder von Lacrimas Profundere nicht entgehen lassen.

Waging am See. »Dieser Trip fühlte sich an wie eine Reise in eine andere Welt«, sagt Oliver Schmid, wenn er von der jüngsten Reise seiner Band Lacrimas Profundere schwärmt. China war das Ziel, und nicht weniger als vier Konzerte standen da auf dem Programm. Ein schönes Geschenk zum 20-jährigen Bestehen der Band. Wobei der Waginger Oliver Schmid der Einzige ist, der von Anfang an dabei war.


Zum Jubiläum passt auch, dass jetzt eine neue Platte herauskommt. Oliver Schmid: »20 Jahre gibt es die Band jetzt schon, und wir haben immer an unsere Sache geglaubt.« Passend dazu erscheint heute das neue Album mit dem Titel »Antiadore«. Nach der Arbeit an der neuen Scheibe geht es auch wieder auf Tour. »Im Mai sind wir in Deutschland unterwegs, im Juni für ein Konzert in London und im Juli in Finnland.«

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Vor zwei Jahren war Lacrimas Profundere auf großer Abenteuerreise in Südamerika unterwegs. Bei der jüngsten großen Reise galt es, einen neuen Kontinent zu entdecken: Asien. Und auch da gab es viel Faszinierendes und Neues zu erleben. Während beim ausverkauften Konzert in Shanghai die Zugaberufe plötzlich auch in deutscher Sprache zu vernehmen waren, stand in der Sieben-Millionen-Einwohner-Metropole Chang Chun vor dem Auftritt ein Besuch beim Bürgermeister an.

Mit Rathäusern kennt sich Schmid gut aus. Er selbst arbeitet in einem, nämlich in der Gemeinde Waging und erhält dort auch immer wieder Unterstützung von den Kollegen: »Ich möchte mich ganz herzlich bei 'meinem' Bürgermeister Herbert und meinen Kollegen im Rathaus Waging bedanken, die mir immer wieder Urlaub genehmigen und auch mal etwas tauschen. Ohne die wäre das alles so für mich nicht machbar.«

Höhepunkt der Chinareise war die Hauptstadt Peking. Dabei entschädigte ein grandioses Konzert für die Strapazen der neunstündigen Zugfahrt. »Wenn wir hier in Oberbayern in der Gegend spielen, kommen 200 Leute. Doch hier in Peking stehen wir vor dem Fünffachen! So etwas haben wir in dieser Größe das letzte Mal beim Open Air in Wacken erlebt«, erinnert sich Schmid.

Zum Abschluss der Reise reicht die Zeit dann noch für einen Abstecher zur Chinesischen Mauer und zur »Verbotene Stadt« mit ihren 890 Palästen und unzähligen Pavillons. he