weather-image
14°

Eine oder zwei neue Krippengruppen?

0.0
0.0

Übersee. Der Bedarf an Kinderkrippenplätzen in Übersee wächst rasant. Bei der Vorstellung einer möglichen Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens »Zellerpark« um eine Krippengruppe hat deshalb der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich die zukunftsfähigere Lösung für zwei Krippengruppen in Erwägung gezogen. Nun sollen zunächst die Mehrkosten geprüft werden.


Erst vor wenigen Monaten hatte die Kinderkrippe Sankt Nikolaus im sanierten und umgebauten Altbau des katholischen Kindergartens St. Irmengard mit zwei Gruppen ihr neues Domizil bezogen. Damit hatte die Gemeinde den gesetzlichen Vorgaben genügt (wir berichteten).

Anzeige

Schon kurz danach wurde ein zusätzlicher Bedarf für eine weitere Gruppe mit zwölf Kindern bis zu drei Jahren festgestellt. Der Gemeinderat gab daraufhin grünes Licht für eine entsprechende Planung. Ein möglicher Standort am gemeindlichen Kindergarten »Zellerpark« war schnell gefunden.

Die jetzt vorgestellte Planung von Architekt Heinz Fritsche aus Teisendorf fand ein positives Echo. Sie sieht einen westlichen Anbau an das bestehende Kindergartengebäude mit je einem Gruppen-, Schlaf-, Wickel- und Waschraum sowie einer Küche mit Abstellraum, einem Intensiv- und einem Personalraum von insgesamt 273 Quadratmetern vor.

Die Kosten für den bezugsfertigen Anbau einschließlich Honorar, Möblierung und Außenanlagen bezifferte Fritsche auf rund 768 000 Euro. Nach dem Abzug möglicher Fördermittel vom Freistaat hätte die Gemeinde noch rund 445 300 Euro selbst zu schultern.

Fritsche wies darauf hin, dass seine Planung auch spätere Erweiterungsmöglichkeiten für eine eventuelle zweite Gruppe berücksichtige. Angesichts der schon jetzt voll belegten Gruppe sei nach seinen Erfahrungen ein baldiger Mehrbedarf durchaus wahrscheinlich.

Dieser Blick in die Zukunft veranlasste die Räte Klaus Stöger (CSU), Ludwig Ertl und Erika Stefanutti (beide FBL) sowie Wolfgang Hofmann (BP) dazu, schon jetzt für zwei Gruppen zu plädieren. Dabei könnten ihrer Meinung nach Synergieeffekte genutzt werden, die das Projekt wirtschaftlicher machen. Im Übrigen würden dann auch die Förderungen mehr als doppelt so hoch ausfallen, als nur für eine Gruppe.

Schließlich stimmte das Gremium einstimmig der Planung zu. Zunächst sollen aber noch die Gesamtkosten für einen zweigruppigen Erweiterungsbau geprüft werden. Erst danach will man sich entscheiden. bvd

Mehr aus der Stadt Traunstein