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Eine Institution hört auf

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Auch Gaumusikwart Andreas Hilger dankte Inge Hartl aus Übersee für ihre vielfältige Unterstützung. (Foto: Hötzelsperger)

Frasdorf. Als 1960 in Grassau erstmals ein Dirndldrahn für die Trachtenvereine des Chiemgau-Alpenverbandes durchgeführt wurde, war Inge Hartl vom Trachtenverein »D' Buchwäldler« Übersee mit der Startnummer eins das erste Dirndl, das sich den Bewertungen der Preisrichter stellte. Beim jetzigen Gaudirndldrahn und Gaupreisplattln der 23 Trachtenvereine des Chiemgau-Alpenverbandes im Festzelt in Wildenwart war Inge Hartl letztmals aktiv – allerdings nicht mehr als Dreherin, sondern als Auswertungskraft.


33 Jahre war Inge Hartl bei allen Gaudirndldrahn und Gaupreisplattln im Büro für die Auswertung der Preisrichter-Listen zuständig. Für diese immense Leistung dankte ihr Gauvorstand Miche Huber, zumal sich Inge Hartl nun vom aktiven Dienst zurückziehen möchte.

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Gerne erinnert sie sich an die Anfänge des Gaudirndldrahns zurück. »Da gab es noch keine vorherigen Anmeldungen und Auslosungen, wer da war, machte einfach mit. Das erste Mal waren wir 25 Dirndln, rund 20 von denen wurden allein vom Fünfer Peter aus Staudach eingefangen«, so Inge Hartl, die damals wegen Punktgleichheit mit einer Trachtenkameradin »rittern« musste und die für ihr Mittun ein Tablett mit Schnapsgläsern bekam. Künftig will sich die Gauehrenschriftführerin des Chiemgau-Alpenverbandes die Dirndldrahn und Preisplattln richtig anschauen, denn in den vergangenen 33 Jahren hat sie die Wettbewerbe mehr oder weniger nur auf dem Papier mitbekommen. hö