weather-image
20°

Eine gravierte Steinplatte und zwei neue Ehrenmitglieder

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Der TSV Teisendorf als Patenverein übergab an den TSV Waging eine gravierte Steinplatte zur Erinnerung. Auf dem Bild zu sehen sind der Teisendorfer Vorsitzende Schorsch Kramer (von rechts), TSV-Waging-Vorsitzender Beppo Hofmann und Festleiter Helmut Bauer sowie die Teisendorfer Patenbraut Andrea Prechtl. (Fotos: H. Eder)
Bildtext einblenden
Hannelore Lamminger und Günter Klucznick sind zu Ehrenmitgliedern des TSV Waging ernannt worden. Am Sonntag nahmen beide natürlich auch am Gottesdienst und dem großen Festzug mit über 50 Vereinen teil.

Waging am See. Der unterhaltsame Festabend zur 125-Jahr-Feier des TSV Waging im gut gefüllten Bierzelt hatte am Samstag eine Menge zu bieten: zwei neue Ehrenmitglieder, viel Lob, freundliche Glückwünsche und Geschenke, ein paar kurze Festreden, ein Meister der Vogelstimmen, ein ehemaliger Sportstar sowie Musikkapelle und Goaßlschnalzer.


Zwei, die sich über Jahrzehnte hinweg für den Verein eingesetzt haben und noch immer einsetzen, sind zudem zu Ehrenmitgliedern ernannt worden. Das ist einmal Hannelore Lamminger, die – so Moderator Christian Reiter bei seiner Laudatio – den TSV jahrzehntelang unterstützt hat, jederzeit hilfsbereit war und sich samt ihrer ganzen Familie unermüdlich für den Verein eingesetzt hat.

Anzeige

Auch für den Verein gab es Ehrenurkunden

Der zweite Geehrte ist Günter Klucznick, aktuell technischer Leiter Fußball im Verein, früher 2. und 3. Vorsitzender, Schriftführer und Abteilungsleiter Fußball. Vorsitzender Beppo Hofmann und Festleiter Helmut Bauer überreichten den beiden ihre Urkunden und dankten ihnen für ihren enormen Einsatz.

Ehrenurkunden erhielt auch der Verein selbst. BLSV-Vizepräsident Otto Marchner würdigte die Verdienste des TSV, freute sich über die künftige neue Turnhalle und übergab zusammen mit der Kreisvorsitzenden Claudia Daxenberger an Vorsitzenden Beppo Hofmann eine Urkunde, ebenso wie danach Günther Kretzschmer für den Bayerischen Turnverband.

Nicht nur auf Papier gemalt, sondern in Stein gemeißelt war die Jubiläumsgabe des Patenvereins, des TSV Teisendorf. Vorsitzender Schorsch Kramer und Patenbraut Andrea Prechtl übergaben eine Steintafel mit eingraviertem Erinnerungstext. Deutlich leichter vom Gewicht her war das Geschenk von Bürgermeister und Schirmherr Herbert Häusl: Er übergab einen Scheck über 1000 Euro.

Vorsitzender Beppo Hofmann freute sich in seiner Ansprache, dass man mit der geplanten neuen Turnhalle in Zukunft das Vorhandene noch mehr stärken und auch manches Neue anbieten könne. Für die vielen Erfolge der Abteilungen »bis hinauf auf Bundesebene« dankte Hofmann allen Trainern und Übungsleitern und schloss mit den Worten: »Ich bin stolz darauf, dass ich Vorstand in diesem Verein in dieser Gemeinde sein darf.«

Zur Auflockerung zwischen all diesen offiziellen Punkten durften sich die Besucher an Vogelgezwitscher erfreuen. Nicht immer herrschte Ruhe im Zelt während der Festreden, aber als Helmut Wolfertstetter aus Palling, seines Zeichens Europameister der Vogelzwitscherer, seine Kunst zum Besten gab, da wurde es ruhig. Als er dann am Schluss den Abschuss dreier Silvesterraketen imitierte und dann sozusagen als Zugabe noch eine »Schnapsdrossel« charakterisierte, gab es gewaltigen Beifall.

Zwei weitere Elemente der Auflockerung waren die Leada Goaßlschnalzer, die Anfang und Ende des Festaktes ein- und ausläuteten, und die Musikkapelle Waging, die vor Beginn gespielt hatte und nach dem Festakt wieder übernahm und für gute Stimmung sorgte.

Und dann gab es noch eine Überraschung, als Ski-Legende Markus Wasmeier auf die Bühne gerufen wurde und in einem Gespräch mit Moderator Christian Reiter ein wenig aus seinem Leben erzählte. Die Kontakte von Wasmeier nach Waging laufen über das Bergader-Käsewerk; dessen Chefin Beatrice Kress hatte den Star mitgebracht. Auch Wasmeier lobte den TSV: »Ihr leistet etwas, das die Jugend braucht.«

Zuvor hatte es noch Geschenke für alle Festausschussmitglieder, auch für Moderator Christian Reiter, gegeben, ehe der offizielle Teil ausklang und die Musikkapelle Waging unter Leitung von Helmut Huber wieder übernahm.

Bereits am frühen Samstagabend gedachte der Jubiläumsverein in einer Gedenkstunde seiner Toten. In einem feierlichen Zug waren die Ortsvereine mit ihren Fahnen vom Maibaum aus zum Kriegerdenkmal bei der Kirche gezogen, angeführt von der Musikkapelle Waging. Xandi Gröbner und Helmut Bauer legten am Grab noch einen Kranz nieder. he