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Eine engagierte Grassauerin wurde 80

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Bürgermeister Rudi Jantke gratulierte Margarete Huber zum 80. Geburtstag. (Foto: T. Eder)

Grassau – Im Kreise vieler Freunde, Bekannter und Verwandter feierte Margarete Huber bei bester Gesundheit und gut gelaunt ihren 80. Geburtstag. Die Grassauerin war nicht nur in der Politik und im Marktgemeinderat aktiv, sie war auch in vielen Vereinen tätig und sozial sehr engagiert.


Margarete Huber, die in Pörnbach bei Pfaffenhofen geboren ist, kam 1972 nach Grassau, als sie sich mit ihrer Schwester Barbara in der Marktgemeinde eine Eigentumswohnung kaufte. Hier lernte sie ihren Mann Josef Huber kennen, den sie 1978 heiratete. Neben ihrer Arbeit als Bäuerin arbeitete sie auch beim Arbeitsamt Traunstein und beherbergte Feriengäste. Bis 1990 bewirtschafteten beide den Klauserhof, übergaben diesen an den Neffen und zogen in ihr Haus in der August-Sieghardt Straße.

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Nach der Heirat trat Margarete Huber in den Trachtenverein ein und engagierte sich dort 20 Jahre als Kassenprüferin. Als 1980 der Gartenbauverein neu gegründet wurde, übernahm sie das Amt der Schriftführerin. 1988 wurde sie zudem in die Kirchenverwaltung gewählt und übernahm die Buchhaltung der Kindergärten in Grassau und Staudach-Egerndach.

Ihre politische Laufbahn begann 1990, als sie über die Liste der CSU in den Marktgemeinderat gewählt wurde. In vielen Ausschüssen brachte sie ihr Wissen ein und als Kindergartenbeauftragte waren ihr die Belange der jüngsten Gemeindemitglieder besonders wichtig. Turbulent wurde es, als sie der CSU-Ortsvorstand 1996 als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen schickte. Mit 33 Prozent verlor sie zwar die Wahl, konnte aber immerhin acht Gemeinderatsmitglieder platzieren. »Wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich noch einmal kandidieren«, scherzte sie mit dem amtierenden Bürgermeister Rudi Jantke, der ihr zum Geburtstag gratulierte.

Noch wichtiger war Margarete Huber aber das soziale Engagement. So hat sie den Helferkreis von Grassau von 1992 bis 2000 geleitet. Nachdem ihr Mann 2001 einen Schlaganfall erlitt und selbst Hilfe bedurfte, zog sich Margarete Huber aus fast allen öffentlichen Ämtern zurück. Zur Pfarrkirche hat sie nach wie vor ein besonderes Verhältnis, zählt zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins zur Sanierung der Pfarrkirche und ist dort Schriftführerin. Derzeit beschäftigt sich die »Austragsbäuerin«, wie sie sich selbst nennt, an der Aufarbeitung der landwirtschaftlichen Entwicklung in Grassau, die in einem weiteren Chronikband der Gemeinde veröffentlicht werden wird. tb

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