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»Eine der erfolgreichsten Nebenstrecken in Bayern«

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Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm (von links), Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel und Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler tauften die drei Züge auf die Namen »Siegsdorf«, »Traunstein« und »Ruhpolding«. (Foto: Artes)

Traunstein – Anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Bahnstrecke Traunstein–Ruhpolding tauften Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel, Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm und Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler am Montag drei Züge der Südostbayernbahn (SOB) auf den Namen ihres Ortes.


Auf der Strecke Traunstein–Ruhpolding werden täglich rund 1500 Fahrgäste transportiert, erklärte SOB-Geschäftsleiter Christoph Kraller bei einer Feierstunde am Traunsteiner Bahnhof. Die drei »Täuflinge«, Triebzüge der Baureihe ET 426, sind seit 2001 im Betrieb. Sie erreichen eine Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h. »Aber nicht auf dieser Strecke, da gehen maximal 60 Stundenkilometer«, schmunzelte Kraller.

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»Das ist eine der erfolgreichsten Nebenstrecken in Bayern«, freute sich auch Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser. Die Strecke sei noch genau so lebendig, wie bei der Inbetriebnahme vor 120 Jahren. »Die Lokalbahn verbindet Fremdenverkehrsorte wie Siegsdorf, Eisenärzt und Ruhpolding mit Traunstein«, so Oberbürgermeister Kegel. Die Strecke sei aber auch für die Menschen, die entlang der Bahnlinie leben, sehr wichtig, vor allem für Schüler, die die weiterführenden Schulen in der Großen Kreisstadt besuchen.

Für Siegsdorfs Bürgermeister Kamm »ist es eine besondere Ehre, wenn man als Bürgermeister Pate sein darf«. Als Taufpate habe man eine lebenslange Verbindung mit seinem Täufling. Den Vertriebswägen wünschte Kamm deshalb »immer einen unfallfreien Verlauf«.

Die Eisenbahn sei Ende des 19. Jahrhunderts für Ruhpolding »ein Tor zur Welt« gewesen, so Claus Pichler. Der Ruhpoldinger Bürgermeister sprach anschließend über seine Kindheitserinnerungen mit der Bahn. »Es war schon immer ein grandioses Erlebnis mit der Oma bis Eisenärzt zu fahren, um Verwandte zu besuchen.«

Bevor die Bürgermeister die drei Triebwagen dann auf die Namen »Siegsdorf«, »Traunstein« und »Ruhpolding« taufen durften, erteilten den Zügen Pfarrer Georg Lindl und Dekan Peter Bertram noch den kirchlichen Segen. jar