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Eine Ampel in der Grabenstätter Ortsmitte?

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Hier im Bereich des Grabenstätter Kriegerdenkmals, wo die Tüttenseestraße, die Überseestraße und die Hauptstraße zusammenlaufen, soll nach dem Willen des Gemeinderats eine Bedarfsampel errichtet werden. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Vielleicht gibt es in der Grabenstätter Ortsmitte nahe des Kriegerdenkmals schon bald eine Bedarfsampel. Zumindest fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, eine Ampelanlage für den Mündungsbereich Tüttenseestraße, Überseestraße und Hauptstraße zu beantragen.


Damit soll vor allem Kindergartenkindern, Schülern, Kirchgängern und Altenheimbewohnern ein gefahrloses Überqueren der Straße zu ermöglicht werden. Um die Chancen für eine Verwirklichung zu erhöhen, einigten sich die Gemeinderäte auf den Zusatz, dass »die Gemeinde bereit wäre, das selbst zu finanzieren«.

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Immer wieder Forderungen von der Bürgerschaft

Schon in den vergangenen Jahren waren aus der Bürgerschaft und auch aus dem Gemeinderat immer wieder Forderungen nach einer Geschwindigkeitsbeschränkung (Tempo 30) und einem Zebrastreifen südlich der Pfarrkirche laut geworden. Das Problem: Es handelt sich um eine Kreisstraße und Kreisstraßen liegen im Zuständigkeitsbereich des Landkreises.

Mit dem besagten Antrag wollen die Gemeinderäte nun einen neuerlichen Versuch starten, um auch mit Blick auf die nächste Verkehrsschau mit der Polizei, der Unteren Verkehrsbehörde und dem Straßenbauamt noch einmal mit Nachdruck auf die Dringlichkeit hinzuweisen. Mut machen könnte dabei die neue Ampelanlage in der Gemeinde Staudach-Egerndach, die unweit der dortigen Grundschule installiert wurde. Wie Bürgermeister Georg Schützinger anmerkte, hinke der Vergleich allerdings ein wenig, weil in Staudach ein bestehender Fußgängerüberweg durch eine Bedarfsampel ersetzt worden sei. Zudem gebe es in Grabenstätt offenbar nicht die »gebündelten Fußgängerquerungen«, die für die Fachstellen eine Ampelanlage rechtfertigen würden.

Dritter Bürgermeister Maximilian Wimmer (CSU) und Andreas Danzer (FW) kritisierten, dass die Verkehrsschauen in jüngerer Vergangenheit kaum etwas bewirkt hätten und sprachen von »Taktik« und »gewisser Willkür«.

»Sinnvoll wäre eine Querungshilfe für Kindergarten- und Schulkinder auf jeden Fall«, so der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex. Aussichtsreicher sei hingegen die Verwirklichung einer Ampelanlage in Erlstätt, denn dort gebe es bereits einen Zebrastreifen. Im Grabenstätter Gemeinderat soll darüber aber demnächst noch eigens beraten werden. mmü