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Eine »Achterbahnfahrt« der Umsätze

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Wenn das Wetter stimmte, dann war auch etwas los auf dem Vergnügungspark des Traunsteiner Frühlingsfestes. (Foto: Buthke)

Traunstein. Beim Traunsteiner Frühlingsfest ging es zu wie auf einer Achterbahn, obwohl ein derartiges Fahrgeschäft im Vergnügungspark nirgendwo zu finden war. Die »Achterbahnfahrt« betraf vielmehr die Umsätze der Schausteller, die ein Auf und Ab erlebten. Schuld war das unbeständige Wetter während der Volksfestwoche.


»Wenn das Wetter gepasst hat, dann haben auch die Umsätze gepasst«, war bei einer Umfrage immer wieder zu hören. Und das Wetter müsse man eben so nehmen, wie es komme. Ein Schausteller muss eben auch stets ein klein wenig Fatalist sein. So jedenfalls könnte man die Aussage des netten Mannes an der Kasse eines Kinderfahrgeschäfts deuten, der meinte: »Es war keine Katastrophe.«

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Bei den meisten hat der Kindertag am Mittwoch mit ermäßigten Preisen die Frühlingsfest-Bilanz dann noch herausgerissen. Außerdem war die Traunsteiner »Wies´n« in diesem Jahr durch den gestrigen Pfingstmontag einen Tag länger als sonst; der Tag bescherte den Schaustellern zusätzliche Umsätze. Unterm Strich sahen die meisten von ihnen ihren Aufenthalt auf dem Frühlingsfest positiv.

Dieser Meinung schloss sich auch Festwirt Jochen Mörz an. Sein Geschäft ist allerdings auch weniger witterungsanfällig als das der Schausteller. Wenn das Musikprogramm passt, dann kommen die Leute auch bei Regenwetter ins Festzelt. Dies war in diesem Jahr wiederum der Fall. Die Mischung der Kapellen und Bands hatte für jede Altersgruppe und für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ob traditionelle bayerische Blasmusik mit den »Holledauer Musikanten« und der Kapelle »Blechbriada« für das ältere Publikum oder fetzige moderne Rhythmen für die junge Bierzeltgeneration mit »Manyana« oder Tropical Rain«, für jeden war das Richtige dabei. Die Jungen standen meist sehr schnell auf den Bierbänken. Dass dabei auch schon einmal eine Bank ihren Dienst versagte und unter der Last zusammenbrach, nahm der Festwirt ge-lassen hin. »Solange den Leuten nichts passiert.«

Nach Informationen der Traunsteiner Polizei ist es am langen Frühlingsfest-Wochenende nur zu kleineren Zwischenfällen gekommen – unter anderem Sachbeschädigungen und Auseinandersetzungen. Großteils waren sie dem übermäßigen Alkoholgenuss der Besucher zuzurechnen.

Einige Jugendliche, die die Polizei alkoholisiert und zu fortgeschrittener Stunde noch auf dem Festplatz antraf, nahmen die Beamten auf ihre Dienststelle mit. Dort konnten die Eltern sie abholen. Bjr