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Eine Ära ging zu Ende

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Der Vorstand und Beirat der Lebenshilfe Traunstein (von links): Klaus Mairhofer, Helmut Kölbl, Brigitte Kotter, Evelyne Scharrer, Irmgard Eidner, Heinz Hahn, Helga Pickenhan, Florian Mengele, Maria Müller und der neue Vorsitzende Wolfgang Maier. (Foto: Mix)

Wolfgang Maier ist seit zehn Jahren Mitglied der Lebenshilfe und genauso lange arbeitet sein Sohn Maximilian in den Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten und wohnt im Wohnheim in Großornach. Neben seiner bisherigen Tätigkeit im Beirat ist er auch seit einigen Jahren im Freundes- und Förderkreis der Lebenshilfe und in der Lebenshilfe-Stiftung aktives Mitglied. »Ich bin mir der Verantwortung, die ich hiermit übernehme, voll und ganz bewusst«, erklärte der neu gewählte Vorsitzende. »Mein wichtigstes Ziel ist das Wohlergehen der uns anvertrauten Menschen sowie das bisher Erreichte zu sichern beziehungsweise auszubauen.«


Auf die nun frei gewordene Stelle im Beirat wurde Klaus Mairhofer aus Altenmarkt gewählt, der eine kleine Tochter mit Behinderung hat. Die übrigen Mitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden auch alle in ihren Ämtern bestätigt. Zweiter Vorsitzender ist Florian Mengele, Kassier Heinz Hahn, Elternbeauftragte Irmgard Eidner. Im Beirat sitzen zudem Andrea Hatzl, Helmut Kölbl, Brigitte Kotter, Maria Müller, Helga Pickenhan und Evelyne Scharrer.

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In seinem letzten Jahresbericht als Vorsitzender machte Peter Bantlin noch einmal deutlich, was ihm besonders am Herzen liegt. Er bat alle Mitglieder, Mitarbeiter, Freunde und Förderer der Lebenshilfe, die Integrationseinrichtungen zu unterstützen und die Angebote wie beispielsweise im Café und Laden in Traunstein zu nutzen: »Denken wir doch alle darüber nach, was die Lebenshilfe Traunstein für uns tut und was wir wiederum für die Lebenshilfe tun können.« Als die Elternvereinigung Lebenshilfe vor 44 Jahren gegründet wurde, hätte sie mit nichts begonnen außer dem festen Willen, für ihre Kinder mit Behinderung umfassende Hilfe und Unterstützung zu organisieren. »Warum haben wir alle die Einrichtungen im Laufe der Zeit errichtet? Damit die Menschen, um die wir uns bemühen, im Landkreis integriert werden«, so Bantlin. Und dies sei auch weitestgehend gelungen. Von der medizinischen Frühförderung für Kleinkinder bis hin zur Tagesstruktur und einem Wohnheim für Senioren mit Behinderung umfasse das Angebot der Lebenshilfe inzwischen alle Altersstufen und das ganze Spektrum des menschlichen Bedarfs.

Große Bauprojekte verwirklicht

Bantlin blickte auf die vergangenen vier Jahre zurück, die er als »Marathon« bezeichnete. In dieser Zeit seien bei der Lebenshilfe vier große Bauprojekte verwirklicht worden: die Kurzzeitpflege, die Tagesbetreuung für Senioren sowie das Wohnheim für Senioren in Traunreut und die Erweiterung von Wohnheim und Förderstätte für schwerstmehrfach behinderte Menschen in Altenmarkt. »Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne die großzügigen Stifter, Stiftungen und Unterstützer, die wir im Landkreis erfreulicherweise haben«, betonte er.

Geschäftsführerin Annemarie Funke gab den Geschäftsbericht für das Jahr 2012. Der Verein Lebenshilfe Kreisvereinigung Traunstein hatte zum Ende des letzten Jahres 847 Mitglieder. 295 Mitarbeiter kümmerten sich um die Betreuten. Die Bilanzsumme der Lebenshilfe betrug 2012 über 15 Millionen Euro. Das vergangene Jahr war geprägt von den parallel laufenden Baumaßnahmen, die große Summen verschlangen und dank des Spendenaufkommens in Höhe von 302 000 Euro auch finanziert werden konnten. In 2013 wurden die Maßnahmen fertig gestellt und sind inzwischen alle in Betrieb. Funke machte grundsätzlich deutlich: »Die Lebenshilfe hat eine gute, solide finanzielle Basis für den laufenden Betrieb.«

Im Rahmen der Versammlung vergab Peter Bantlin die Lebenshilfe-Dankmedaille an »Menschen an der Basis, die Tag für Tag Großes leisten« und bei denen er sich damit besonders bedanken wollte. Die Medaille ging an Rosa-Maria Aglassinger vom Wohnheim Traunreut, Gruppe 1, an Claudia Alia, Maria Huber und Judith Koschate, die alle drei im Café Intreff in Traunstein arbeiten, an Hausmeister Michael Buchholzer, an Harald Linkat, Werkstattratsvorsitzender der Südwerkstätte, an Michael Zillner, Werkstattratsvorsitzender der Nordwerkstätte, an Franz Schweinöster, langjähriger Beschäftigter der Holzwerkstatt, sowie an Renate Schützinger, die lange Jahre im Wohnheim Altenmarkt arbeitete.

Zahlreiche Ehrungen

Auch Ehrungen langjähriger Mitglieder standen auf der Tagesordnung. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Alois Glück, Andreas Hofmann, Friedrich Knott, Georg und Maria Maier, Christa Markreiter, Klaus und Brigitte Nitschke, Georg Noichl, Ludmilla Oberhuber, Jakob Riedelsberger, Hans Schmuck, Jörg Voggenthaler, die Verwaltungsgemeinschaft Obing und die Verwaltungsgemeinschaft Waging am See ausgezeichnet. Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft gingen an Gertraud Baltin, Hermann Färbinger, Helmut Kölbl, Klara Loider, Christine Pfaffinger, Marianne Pilkan, Burgi Scherzer, Eduard Schmid und Christine Trimborn.

20 Jahre dabei sind Matthias Blankenauer, Andreas Eberl, Helmut Fuchshuber, Herbert Gmeinwieser, Karl-Heinz Hövels, Franz Huber, Heinz Kunz, Georg Lackner, Ludwig Leidmann, Jürgen Nagel, Hartwig Richter, Christoph Rollfinke, Roswitha Schmidhuber, Elisabeth Steinlehner, Rene Steinlehner, Christiane Steinmaßl, Karl Strasser, AWO-Ortsverband Trostberg und die Gemeinnützige Baugenossenschaft Trostberg. Darüber hinaus wurden noch 50 Mitglieder für zehn Jahre Treue zum Verein ausgezeichnet. mix

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