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Eindeutiges Votum für Josef Heigenhauser

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Gratulation von seinem Stellvertreter Michael Neumaier: Bürgermeister Josef Heigenhauser (rechts) wurde für die Kandidatur zu seiner zweiten Amtszeit nominiert.

Reit im Winkl. Einstimmig wurde Amtsinhaber Josef Heigenhauser von der Mitgliederversammlung der Freien Wähler Reit im Winkl zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im März 2014 nominiert.


Bei der Versammlung schlug Zweiter Vorsitzender Michael Neumaier im Namen der Vorstandschaft die erneute Nominierung Heigenhausers vor und verwies auf dessen erfolgreiche Arbeit in den vergangenen sechs Jahren. Entschlossen habe er die Probleme der Gemeinde bei seinem Amtsantritt angepackt. Viele Ziele seien erreicht worden, etwa die Wiederherstellung des Images als führender Tourismusort: So sei es gelungen, die dramatisch gesunkenen Übernachtungszahlen wieder zu steigern.

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Das größte Verdienst des Gemeinderats mit Heigenhauser an der Spitze sei jedoch die Zurückgewinnung der finanziellen Handlungsfähigkeit gewesen. Der Schuldenstand sei erheblich verringert worden. Gleichzeitig habe man beträchtlich in die Infrastruktur investiert.

Heigenhauser selbst sagte, dringlichste Maßnahme sei die finanzierbare Trinkwasserversorgung gewesen. Das Optimale sei geschaffen worden: »Eine eigene Wasserversorgung. Mit viel Hirnschmalz aller Gemeinderäte, umgesetzt mit der besten Technik in einem funktionalen Gebäude und das Wichtigste, bestes Trinkwasser für unsere Bürger«. Beim Hochwasserschutz habe sich die Gemeinde nicht auf finanzielle Abenteuer in Millionenhöhe eingelassen, sondern vernünftige Vorwegmaßnahmen für nicht mehr als 70 000 Euro ergriffen. So sei Reit im Winkl im Juni mit einem blauen Auge davongekommen.

Im Tourismus habe man die Trendwende geschafft – die Übernachtungszahlen stiegen um 11 Prozent, die Gästezahlen um 28 Prozent. Die positive Entwicklung der Gewerbebetriebe sei ebenfalls ein klares Signal, dass es wirtschaftlich bergauf gehe. Die Betriebe seien fast voll ausgelastet, im Handwerk werde wieder Geld verdient. Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, habe man Anreize für die Ansiedlung von Familien gesetzt. Die Grundschule sei mit Millionenaufwand auf den neusten Stand gebracht worden, wobei der Staat sieben Achtel der Kosten zahlte. Auch Mittagsbetreuung und Kinderkrippe seien wichtig zur Familienansiedlung. Für neuen Wohnraum werden derzeit Grundstücke im Einheimischenmodell bereitgestellt.

Größte Herausforderung seiner ersten Amtszeit sei aber die Konsolidierung des Haushalts gewesen. »Vor sechs Jahren hätte uns wahrscheinlich keiner zugetraut, dass wir es mit den vor uns liegenden ungelösten Aufgaben und dem enormen Investitionsstau auch gleichzeitig schaffen, unsere finanzielle Misere zu verbessern. Über 40 Prozent weniger Schulden in sechs Jahren, nur noch die Hälfte an Zinslast, nahezu kein Zinsänderungsrisiko für Jahre, dies sind die Schlagworte einer erfolgreichen kommunalen Arbeit im Gemeinderat.« Die Gemeinde hänge nicht mehr am Tropf des Landratsamtes. Gleichzeitig habe man die Rücklagen von 273 000 auf 1 885 000 Euro erhöht und Vermögen geschaffen, etwa mit dem Kauf der Liegewiese am Freibad und des alten Fußballplatzes. Es dürfe aber jetzt kein Ausruhen auf Lorbeeren geben. Die Erfolge seien nur möglich gewesen, weil die Bürger bereit waren, unpopuläre Maßnahmen mitzutragen, wie die Verbesserungsbeiträge für die neue Wasserversorgung.

Viele wichtige Aufgaben stünden an. Im Hochwasserschutz seien Verbesserungen nötig, etwa am Hausbach an der Staatsstraße oder an der Einmündung der Weißlofer. Um den Wegfall von Privatvermietern kompensieren zu können, brauche man dringend neue Hotels – diese müssten aber zu Reit im Winkl passen. Einfach Ja und Amen zu jedem Projekt zu sagen, sei zu kurz gedacht und führe zu einem Verdrängungswettbewerb.

Neubau des Hallenbades, Renovierung oder gar Schließung – auch hier müsse man entscheiden. Heigenhauser sagte, die Erfolge wären nicht möglich gewesen ohne Unterstützung, Vertrauen und auch ab und zu ein kritisches Wort von seinen Gemeinderatskollegen der Freien Wähler. Bei der Wahl stimmten alle wahlberechtigten Mitglieder für Josef Heigenhauser als Bürgermeisterkandidaten. Dieser warb um die Unterstützung von engagierten Bürgern, die sich als Gemeinderäte in den Dienst der Allgemeinheit stellen.