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Einblick in ein aussterbendes Handwerk

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Den Rechenmachern sahen die Besucher beim Aktionstag im Holzknechtmuseum Ruhpolding beim Arbeiten zu. Außerdem wurden Skulpturen gesägt und die Kinder bastelten. (Foto: Giesen)

Ruhpolding. Hunderte Besucher nutzten die Möglichkeit beim Aktionstag auf dem Gelände des Holzknechtmuseums, Einblicke in die früheren Lebens- und Arbeitsbedingungen von Holzknechten zu bekommen.


Im Rahmen der »Chiemgauer Kulturtage« und des »Festes der Berge« war auf dem weitläufigen Gelände mit seinen originalen alten Holzhütten viel geboten. Handwerkern wie Rechenmachern, Filigranschnitzern, darunter ein Edelweißschnitzer, oder Salzsiedern aus der Saline aus Bad Reichenhall konnte man beim Arbeiten zusehen. Eine unglaubliche Vielfalt an Produkten wird aus der Alpensole gewonnen wie Heilsalze oder Badesalz-Kristalle, versetzt mit Edelweiß, Alpenenzian, Rotklee oder Holunder.

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An einem Sägegatter wurden historische Sägetechniken vorgeführt und ein Forstwirt vom Forstlichen Bildungszentrum in der Laubau zeigte, wie man mit der Motorsäge Skulpturen herstellt. Auf viel Interesse stieß die neue Kräuterstube im Wimmer-Zuhaus, wo Kräuterpädagoginnen die Anwendungsweise und Wirkung verschiedener Kräuter und naturnaher Produkte erklärten.

Auf große Resonanz stießen die Tische mit Bastelmöglichkeiten, die unter anderem der Schwemmholzkünstler Alois Wimmer betreute. Unter Anleitung wurden hier individuelle Segelboote aus Schwemmholz mit Segeltuch gebastelt, die die Kinder stolz mit heimnehmen durften.

Im Rahmen des Aktionstags wurde auch die neue Sonderausstellung »Die Natur, der große Künstler – Schwemmholz, Steine, Fotografien« eröffnet. Bis zum Nachmittag strömten immer neue Besucher ins Holzknechtmuseum, wo natürlich auch für das leibliche Wohl gut gesorgt war. gi

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