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Ein Zuhause für rund 150 Tiere

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Indianerhäuptling Peter Poller spielte den Besuchern auf einer Trommel vor. (Foto: Humm)

Nußdorf – Zwei unterhaltsame Nachmittage bescherte der Gnadenhof für Tiere in Sondermoning beim Tag der offenen Tür den interessierten Besuchern. Das Motto der Veranstaltung lautete: »Country und Western«.


Peter Poller aus Altenmarkt präsentierte sich als Indianerhäuptling und erzählte spannende Geschichten aus der Zeit des »Wilden Westens«, die bestens bei Kindern und Jugendlichen angekommen sind. Er zeigte Waffen der Indianer wie Pfeil und Bogen, stellte Glasperlenketten der Indianermädchen vor, aber auch Felle von gejagten Tieren. Außerdem spielte er auf einer Trommel und einige Besucher tanzten zur Musik, so auch Brigitte Huber und Cowboy Manfred Sigl.

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Großen Anklang fanden auch die Tanzeinlagen der »Line Dance Group River Stone«. Die acht Frauen haben sich die Formationstänze im wöchentlichen Training beigebracht. Sie trainieren jeden Sonntag ab 19 Uhr im Gasthaus Aubräu in Traunstein und würden sich über Zuwachs freuen. »Wir sind von dieser Art Tanz hellauf begeistert«, sagte Trainerin Claudia Hofmann.

Groß war auch der Andrang im Stall. Gnadenhof-Besitzerin Sophie Putz stellte mit der Ziege »Felix«, dem Warmblut »Bonanza« und den zwei Ponys »Elfie und Luca« neu aufgenommene Tiere vor. Sie sagte, dass der Gnadenhof etwa 150 Tieren ein Zuhause bietet und aus Platzgründen Schafe, Kühe und auch Pferde auswärtig untergestellt sind. Die meisten der aufgenommenen Tiere bleiben hier bis an ihr Lebensende. Das heißt aber nicht, dass sie mit aller Gewalt am Leben erhalten werden, wie so manch einer fälschlicherweise unter den Begriff Gnadenhof versteht, sagte Sophie Putz. »Es kommt immer auf den Gesundheitszustand der Tiere an, und so sind wir in Absprache mit unserem Tierarzt sehr darauf bedacht, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um Abschied zu nehmen.«

Außerdem sagte Sophie Putz, dass alle Tiere von ihrer Familie und den aktiven Mitgliedern des Gnadenhofs rund um die Uhr betreut, versorgt und wenn nötig aufgepäppelt werden. Für Tiere, die noch zu vermitteln sind, versucht die Familie Putz, neue Besitzer zu finden. OH