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»Ein wilder Haufen« organisiert sich als Verein

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Die Vorstandschaft (von links): Beisitzer Helmut Huber, Zweiter Vorstand Bernhard Maier, Vorstand Martin Bartlweber, Schriftführer Markus Brandstätter und Kassier Konrad Daxenberger.

Seeon-Seebruck. In der Gemeinde Seeon-Seebruck gibt es einen neuen Verein: den »Goaßlschnalzer Seeon«. Zur Gründungsversammlung im Gasthaus zum alten Wirt in Seeon kamen 34 interessierte Bürger.


2009 hatten sich aus den Reihen des Burschenvereins »Seerose« Seeon ein paar Männer zusammengefunden, die die Kunst des traditionellen »Fuhrmann-Schnalzens« erlernen wollten. Ihren ersten Auftritt hatten sie bereits nach zwei Monaten beim Straßenfest in Baderpoint. Bald kamen immer mehr Männer zu den Proben im »Rabender Stadl«. Noch im gleichen Jahr fuhren die Seeoner mit drei Teilnehmern zum Einzelpreisschnalzen in Waging. Schnell stieg die Zahl der Auftritte.

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Nach mittlerweile fast fünf Jahren hat sich die Gruppe jetzt aus versicherungstechnischen wie finanziellen Aspekten heraus entschlossen, sich in einem eigenen Verein zu organisieren. Der Sprecher der Gruppe, Martin Bartlweber, betonte bei der Gründungsversammlung, wie harmonisch das Abkoppeln aus dem Seeoner Burschenverein verlaufen sei. Zweck des neuen Vereins seien Erhalt und Förderung von Brauchtum, insbesondere des Fuhrmann-Schnalzens, der Volksmusik, des Volkslieds, des Volkstanzes, der Mundart und der kulturellen Eigenarten im Vereinsbereich. Bürgermeister Konrad Glück leitete die Gründungsversammlung. Die Satzung wurde geprüft, war für die Besucher einsehbar, wurde besprochen und einstimmig zur Beschlussfassung gebracht. Die Wahl der Vorstandschaft brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender Martin Bartlweber, Zweiter Vorsitzender Bernhard Maier, Schriftführer Markus Brandstätter, Kassier Konrad Daxenberger, Beisitzer Helmut Huber, Kassenprüfer Christoph Linner und Helmut Mair. Der Jahresbeitrag wurde auf zehn Euro festgesetzt.

Glück wünschte dem neuen Verein und der Vorstandschaft viel Erfolg und Zusammenhalt sowie viel Freude bei den Auftritten. Scherzhaft meinte er: »Ein wilder Haufen organisiert sich als eigener Verein«, wobei er damit das Temperament und das große Engagement der jungen Männer würdigte.

Vorsitzender Bartlweber versprach eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen. Helmut Huber lobte die gute Vorbereitungsarbeit. Er wird sich in Zukunft um die Jugendarbeit kümmern. »Wir wollen den jungen Leuten eine Plattform geben, wo sie sich einbringen können«, betonte Huber. cst