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Ein »wertvoller Oldtimer« für die Kirchengemeinde

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Als Fanclub-Mitglied freute sich Pfarrer Kreuzpointner besonders über die Glückwünsche von Biathlet Andi Birnbacher. (Sigi Hell)

Schleching. Seit über fünf Jahren prägt Ruhestandspfarrer Josef Kreuzpointner das kirchliche Leben der Gemeinde. Als Neubürger im Schlechinger Pfarrhaus feierte er bereits seinen 70. Geburtstag mit der Gemeinde. Seither ist Pfarrer Kreuzpointner nicht mehr aus dem kirchlichen Jahreskreis wegzudenken. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Remigius gab er nun seinem 75. Geburtstag den festlichen Rahmen.


Wieder waren viele Verwandte und Freunde aus Kreuzpointners großer Familie aus dem Landkreis Mühldorf gekommen. Der Schlechinger Kirchenchor unter der Leitung von Maria Blank sang ihm zu Ehren im Anschluss an die mit Adventsliedern musikalisch gestaltete Messe ein Ständchen aus dem Psalm 91 »Denn Er hat seinen Engeln befohlen« (Felix Mendelssohn Bartholdy). Pfarrer Klaus Wernberger aus Unterwössen verglich Pfarrer Kreuzpointner mit einem für die Kirchengemeinde »wertvollen Oldtimer«. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Petra Mix, würdigte ebenfalls seinen unermüdlichen Einsatz und überreichte ihm ein »Gesundheitskörberl«, damit er der Gemeinde noch lange erhalten bleibe. Anschließend lud Pfarrer Kreuzpointner zu einem Umtrunk in den Pfarrsaal ein.

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Inzwischen hatten die Katholischen Frauengemeinschaft und der Pfarrgemeinderat den Pfarrsaal liebevoll für einen Sektempfang hergerichtet. Natürlich bot der »Oldtimer« thematisch noch köstliche Parallelen in den verschiedenen Ansprachen zu seinem 75. Geburtstag, unter anderem von Bürgermeister Josef Loferer und Trachtenvorstand Andi Hell, der auch als direkter Nachbar Glückwünsche überbrachte. Petra Mix dankte für den Pfarrgemeinderat, die Katholische Frauengemeinschaft und die Kirchenverwaltung mit einem Bild, das Hildegard Knizia von ihm mit Bezug auf seinen Wirkungskreis gemalt hat. Der Schlechinger Männerchor unter der Leitung von Sebald Bachmann gratulierte mit dem Jodler »Wir wünschen eine gute Gesundheit«. Viele weitere Hände schüttelte der Pfarrer. Als Mitglied des Andi-Birnbacher-Fanclubs freute er sich besonders über die Gratulation des Biathleten, der nach dem Training vorbeischaute und ein handsigniertes Starttrikot überreichte. Humorvoll dankte Pfarrer Kreuzpointner vielen, die ihm das Leben in Schleching leicht machen, wie Toni und Irmi Wurm mit Hausmeisterdiensten oder Michi Kurz mit wöchentlichen warmen Mahlzeiten, um nur zwei zu nennen. Sein Dank galt auch den Helfern bei der Geburtstagsfeier. Den Ministranten mit Betreuerin Monika Hell und Mesnerin Barbara Wortberg versprach er ein gemeinsames Pizza-Essen.

Pfarrer Kreuzpointner wurde als drittes von sieben Kindern 1937 in Lossing, Gemeinde Niedertaufkirchen im Landkreis Mühldorf, geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und der landwirtschaftlichen Berufsschule trat er in das »Spätberufenen-Seminar« in Fürstenried ein. Nach dem Abitur im Jahr 1959 studierte er in Freising. Kardinal Julius Döpfner weihte ihn am 29. Juni 1965 zum Priester. Nach verschiedenen Aushilfen, unter anderem in Oberwössen, übernahm er Kaplanstellen in Geisenhausen, Schliersee, St. Jakob in Dachau und die Vertretung in St. Paul in München. Von 1974 bis 1989 war er Pfarrer in Amerang, das 1982 mit Evenhausen, Schonstett, Kirchensur und Stephanskirchen zum Pfarrverband wurde. In Schonstett betreute er das Caritas-Heim für Behinderte. Im Dezember 1989 wurde er Pfarrer in Grabenstätt. Von 1990 bis August 2007 leitete er den Pfarrverband Grabenstätt-Erlstätt. Seit September 2007 freut sich die Schlechinger Kirchengemeinde über die Seelsorgemithilfe von Ruhestandspfarrer Kreuzpointner und über sein reges Interesse am Leben in der jetzigen Heimatgemeinde. bre