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»Ein weiterer wichtiger Schritt, den wir gehen«

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Taching am See – Etwas dezimiert kam der Tachinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zusammen. Lediglich acht der zwölf Gemeinderatsmitglieder waren anwesend. Diese stellten einen Bebauungs- und Grünordnungsplan für das geplante Gewerbegebiet »Haus« auf.


Gleich der erste Tagesordnungspunkt – der Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Carports auf einem Grundstück am Lehmberg – wurde zurückgestellt. An sich ist der Bau eines überdachten Autostellplatzes mit einem Bruttorauminhalt bis zu 75 Kubikmeter im Innenbereich genehmigungsfrei. Allerdings befindet sich der geplante Carport außerhalb der festgesetzten Baugrenze. Darüber hinaus sieht die Gestaltungssatzung der Gemeinde ausschließlich Satteldächer vor; in diesem Fall war jedoch ein Pultdach mit zehn Grad Neigung und grünen Bitumenschindeln geplant. Daher hatte die Gemeindeverwaltung eine isolierte Befreiung vorgeschlagen.

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Michael Kaiser wandte ein, dass sich auf dem Grundstück bereits ein Unterstellplatz für ein Fahrzeug befindet. Dieser wurde gemäß Kaiser wohl ohne Genehmigung gebaut, da er im Kataster nicht verzeichnet ist. Vor einem Votum des Gremiums muss nun der Sachverhalt detailliert durch den Antragsteller geklärt werden.

Keine größeren Diskussionen verursachte der Antrag, am Buchberg eine Hackschnitzelanlage mit Lager neu zu bauen und eine Scheune umzunutzen, um dort eine gewerblich genutzte Carrerabahn zu realisieren. Zusätzlich soll der ehemalige Stall künftig als Autogarage dienen. Der Gemeinderat stimmte der Nutzungsänderung im Außenbereich einhellig zu. Allerdings müsse die äußere Gestalt der Gebäude im Wesentlichen gewahrt bleiben, lautete die einzige Vorgabe. Auch das Landratsamt hatte im Vorfeld bereits seine Zustimmung zu dem Vorhaben signalisiert.

Als »weiteren wichtigen Schritt, den wir gehen« bezeichnete Bürgermeisterin Ursula Haas die Aufstellung eines Bebauungs- und Grünordnungsplans im Bereich Haus, die der Gemeinderat einstimmig fasste. Südöstlich des Ortsteils soll ein Gewerbegebiet entstehen. Das betreffende Grundstück umfasst circa 14 300 Quadratmeter und befindet sich bereits im Besitz der Gemeinde. Mit der Maßnahme wolle man den künftigen Bedarf an Gewerbeflächen für heimische Betriebe decken, lautete der Tenor im Gemeinderat. In einem nächsten Schritt soll nun ein Planer beauftragt werden. Für ein etwa 1430 Quadratmeter großes Gelände unterhalb des betreffenden Grundstücks besteht bereits eine Grunddienstbarkeit. Es ist als Ausgleichsfläche vorgesehen.

Des Weiteren gab Ursula Haas bekannt, dass die Krippengruppe wohl vorerst nicht zustande kommen wird, denn das Interesse an dem Angebot ist noch zu gering. So können die neu gebauten Räume im Obergeschoß des Kindergartens weiterhin von der Zwergerlgruppe und den Kindergartenkindern genutzt werden. Für die Zwergerlgruppe liegen ab September sechs Anmeldungen vor, für den Kindergarten sind es neun, sodass sich die zwei Gruppen künftig aus jeweils 19 Buben und Mädchen zusammensetzen. Auch in der Grundschule in Taching wird es im kommenden Schuljahr eine jahrgangsübergreifende Klasse geben, da es zu wenig Kinder in den ersten beiden Jahrgangsstufen gibt.

Darüber hinaus sucht die Gemeinde Taching einen neuen Jugendbeauftragten, nachdem Gemeinderatsmitglied Max Streibl das Ehrenamt zurückgab. Vorstellbar wäre laut Ursula Haas hier auch eine Verbindung mit der Kirche. mia