weather-image

Ein weiterer Schritt für das BayWa-/Kaufland-Projekt ist getan

0.0
0.0

Traunreut. Die vom Stadtrat und den Anliegern geforderten Maßnahmen im Rahmen der Bebauungsplanaufstellung für das geplante BayWa-/Kauflandprojekt in Traunreut wurden in der Planung berücksichtigt und dem Stadtrat nun in seiner jüngsten Sitzung vorgestellt. Die Forderungen betrafen im Wesentlichen den Lärmschutz. Sollte der Bebauungsplan, der im Juni für weitere vier Wochen öffentlich ausgelegt wird, dann in der Sitzung am 25. Juli vom Stadtrat als Satzung beschlossen werden, sollte dem Bau nichts mehr im Wege stehen.


»Wir gehen davon aus, dass wir noch heuer mit dem Bau beginnen können«, sagte der Standortentwickler der BayWa, Patrick Mühlfait, am Rande der Sitzung dem Traunsteiner Tagblatt. Allerdings hat das Ganze noch einen Haken. Ein laufendes Bürgerbegehren (wir berichteten), könnte dem Projekt in letzter Sekunde noch einen Strich durch die Rechnung machen. Noch haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens nicht alle Unterschriften beisammen, die zu einem Bürgerentscheid berechtigen. Nach Angaben von Michael Mollner, einem Mitinitiator des Bürgerbegehrens, wurden bislang drei Viertel der Unterschriften (rund 1000) gesammelt.

Anzeige

Sollte es zu einem Bürgerentscheid kommen, »wird's kompliziert«, erklärte der Geschäftsführer der Stadtverwaltung Josef Maier. Ideal wäre, wenn die Unterschriftenliste – sofern vollständig – noch im Juni in der Stadtverwaltung eingehen würde. Dann wäre noch genug Zeit, die Entscheidung des Bürgerbegehrens abzuwarten.

Das baurechtliche Verfahren soll aber inzwischen weiter abgewickelt werden. Maier rechnet damit, dass der Bauherr parallel zum Satzungsbeschluss im Juli auch den Bauantrag einreichen werde, um mit den Bauarbeiten unverzüglich zu beginnen. Laut Informationen des Traunsteiner Tagblatts soll die BayWa ihre bisherigen Geschäftsräume in Traunreut zum März 2014 gekündigt haben.

Die Forderungen der Anlieger im Wohngebiet »Schäfflinger Äcker« und des Wilhelm-Löhe-Zentrums wurden unterdessen erfüllt und sind in die Planung mit eingeflossen. Wie Patrick Mühlfait mitteilte, werde im Bereich der Warenannahme eine 4,80 Meter hohe Sichtschutzwand errichtet. Die Wandelemente sollen komplett begrünt und in den Grundstücksnischen sollen zusätzlich Bäume gepflanzt werden. Um einen geordneten Verkehrsabfluss zu gewährleisten, werde auch eine zweite Ausfahrt gebaut.

Zusätzlich zu den Lärmschutz- und Verkehrsmaßnahmen, die bereits im Vorfeld mit den Anliegern und dem Bauherrn besprochen wurden, gab Bürgermeister Franz Parzinger ein Schreiben der Regierung von Oberbayern bezüglich der geänderten Verkaufsfläche für das Kaufland bekannt.

Die Fläche des sogenannten Nonfood-Sortiments des Verbrauchermarktes wurde fast um die Hälfte auf über 1000 Quadratmeter vergrößert. Nach Aussagen der Regierung liege auch die neue Verkaufsfläche weit unterhalb der landesplanerisch zulässigen Maximalfläche. Aus landesplanerischer Sicht bestünden deshalb keine Bedenken gegen die Vergrößerung. Auch sei die Wiederaufnahme eines formellen Raumordnungsverfahrens nicht erforderlich, da die Änderung wohl den Zielen des Landesentwicklungsprogramms nicht widerspreche. ga