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Ein vorübergehendes Zuhause für 41 Kinder

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Wenn die Kinder nach der Schule in die Mittagsbetreuung kommen, gibt es als erstes ein ordentliches Mittagessen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. »Frieden fängt im Kleinen an«, meinte die Malerin Christl Hötzendorfer, die den Kindern der Mittagsbetreuung ein schönes Bild mit dem Slogan »Peace« (Frieden) geschenkt hat. 41 Grundschulkinder bekommen im Rahmen der Mittagsbetreuung nach der Schule ein vorübergehendes Zuhause geboten, bis ihre Mamas oder Papas am Nachmittag wieder von der Arbeit heimkommen und die Kinder abholen können – entweder bis 14 Uhr oder, und das ist die Mehrheit, bis 15.30 Uhr.


Von daher ist es den Betreuerinnen wichtig, dass die Räume gemütlich und schön gestaltet sind. Erst vor kurzem ist eine Wand in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Mittelschule, in der ein Teil der Mittagsbetreuung untergebracht ist, neu gestrichen worden. Und genau dazu hat Christl Hötzendorfer den Kindern jetzt ein Bild gemacht – passend in grüner Farbe und mit dem Aufruf, friedlich miteinander umzugehen. Denn, so Christl Hötzendorfer: »Schon von klein auf muss man lernen, anständig miteinander umzugehen.«

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Vier Damen haben die Aufgabe übertragen bekommen, zusammen mit den Kindern die fünf Nachmittage pro Woche zu gestalten. Das sind Petra Huber, Rita Mühlbacher, Margit Thaller und Michaela Weber. Sie sind für die Betreuung zuständig, die im Wesentlichen drei Elemente umschließt: das Mittagessen, das von einer Waginger Gaststätte geliefert wird, die Beaufsichtigung und Hilfestellung bei der selbstständigen Erledigung der Hausaufgaben und das gemeinsame Freizeitangebot mit Spielen und Basteln. Eine zusätzliche Hilfe hat dieses Betreuungsquartett in der »Bufdi« Ramona Mühlbacher. Außer in den Räumen der ehemaligen Hausmeisterwohnung sind die Kinder der Mittagsbetreuung auch im alten Montessori-Holzbau untergebracht. Träger ist die Marktgemeinde Waging am See.

Die Mittagsbetreuung ist, darüber sind sich die vier Betreuerinnen einig, kein bloßes »Aufbewahren« der Kinder, sondern eine wichtige »schul- und erziehungsergänzende Einrichtung«. Die Kinder haben neben dem vollwertigen Essen und den festen Hausaufgabenzeiten auch die Möglichkeit, nach der Schule abzuschalten und zu erzählen, nach eigenen Wünschen zu spielen oder sich zu erholen. Und es gibt auch die Möglichkeit zum Basteln oder bei passendem Wetter ins Freie zu gehen. Die Kinder bekommen einen geregelten Tagesablauf, der gerade in dem Alter wichtig für sie ist, und sie lernen, sich in einer Gruppe mit ganz verschiedenen Charakteren und auch Altersstufen zurechtzufinden und zu arrangieren. he