Umfrage in Traunstein: »Ein Test hier, ein Test dort. Das macht keinen Spaß«

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Reisen kommt für die meisten erst im Sommer in Frage, das ergab eine Umfrage in Traunstein. Foto: dpa-tmn

Traunstein – Mit dem Wohnwagen nach Italien? In eine Ferienwohnung auf die Insel Krk in Kroatien? Oder doch an den langen Sandstrand von Palma de Mallorca? Eigentlich packen viele Familien in den Pfingstferien ihre Koffer. Eigentlich. Denn in Zeiten von Corona ist vieles anders. Das Traunsteiner Tagblatt hat sich bei Passanten in Traunstein umgehört.


Leane Dorn wäre eigentlich gerne mit dem Fahrrad von Traunstein nach Kärnten geradelt. »Aber das wird nicht möglich sein. Denn momentan geht es einfach nicht so, wie man möchte.« Es sei schwierig mit den Einkehrmöglichkeiten »und dann ein Test hier, ein Test dort. Das macht keinen Spaß.« Leane Dorn hofft nun auf Ende des Sommers – und dass bis dahin das Reisen einfacher ist.

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Manfred Berg bleibt in den Pfingstferien zu Hause. Nicht aufgrund von Corona, sondern weil er nicht verreisen will. »Ich habe frei und mache die Gegend unsicher«, sagt der Traunsteiner und lacht. Er werde spontan schauen, was möglich ist. »Konkrete Pläne habe ich noch nicht.«

»Ein paar Ausflüge« will Susanne Woiton mit ihrer Familie in den Pfingstferien machen. Eine Reise war eh nicht geplant, »weil wir gerade gebaut haben. Wir müssen erst mal schauen, dass alles fertig wird«, sagt die Traunsteinerin. Falls es möglich ist, will sie im Sommer Freunde in Italien besuchen. »Und die Schwiegereltern in der Schweiz. Die haben wir lange nicht gesehen«, sagt Susanne Woiton.

Ingeborg Henn war 50 Jahre mit ihrem Mann unterwegs. Doch nach seinem Tod fällt ihr das Reisen schwer. »Ich verbinde so viele Ziele und Plätze mit meinem Partner. Das ist nicht leicht«, sagt die Traunsteinerin. Außerdem mache sie sich auch Sorgen aufgrund von Corona – auch bei Tagesausflügen, wie sie sagt. »Wenn meine Freundin und ich beide zweimal geimpft sind, dann wird es vielleicht wieder besser. Jetzt machen wir viel über Telefon.« Über das Reisen sagt die Seniorin, dass sie und ihre Familie auch früher die Pfingstferien eher gemieden hätten – »die letzten drei Wochen der bayerischen Sommerferien waren da immer idealer«, sagt sie mit einem Lächeln. Denn da sei der größte Trubel vorbei gewesen.

Sabrina Altentas ist der Meinung, dass man in den Pfingstferien nicht unbedingt vereisen sollte. »Ich finde, dass man noch etwas warten könnte. Wenn es nicht unbedingt sein muss, sollte man jetzt lieber noch zuhause bleiben.« Die Traunsteinerin plant mit ihren Kindern »spontane Tagesausflüge« in den Pfingstferien. Im Sommer würde sie gerne in die Türkei reisen mit ihrer Familie – falls Corona es zulässt.

»Nicht auf die Pfingstferien angewiesen« ist Stefanie Wiendl aus Traunwalchen. Denn ihre Kinder sind noch nicht in der Schule. Die Familie möchte daher nach den Ferien mit dem Wohnwagen zum Campen – entweder in Österreich oder in Deutschland. »Das hängt auch ein wenig vom Wetter ab«, sagt Stefanie Wiendl. »Und wenn es bei uns hier richtig schön ist, dann bleiben wir vielleicht auch hier.«

Katharina Seehuber will »aufgrund von Corona auf keinen Fall weg«. Das sei ihr zu unsicher. »Denn wenn ich Corona bekomme, dann will ich es hier daheim bekommen«, sagt die Siegsdorferin. Sie hofft auf gutes Wetter, damit sie mit ihren Kindern zum Baden und Radfahren gehen kann. Und wenn es die Situation im Sommer erlaubt und alles nicht mehr »so kompliziert und unsicher« ist, dann möchte sie mit ihrer Familie im Sommer verreisen. »Das Ziel werden wir spontan aussuchen, auf alle Fälle aber irgendwo in Deutschland.«

KR

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