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Ein Riesenkomplex für die Stadt Traunstein

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Der Traunsteiner Seniorenbeirat gründet eine Arbeitsgruppe, die die Stadt Traunstein beim Erarbeiten eines Konzepts für »Bayern barrierefrei 2023« unterstützen soll.

Traunstein. Der Freistaat Bayern hat das Projekt »Bayern barrierefrei 2023« ins Leben gerufen, mit dem der barrierefreie Aus- und Umbau in den bayerischen Städten und Gemeinden vorangetrieben werden soll. Dafür wurde im Juli vom Bayerischen Innenministerium eine Modellphase mit 16 Kommunen aus allen sieben Regierungsbezirken gestartet. Unter ihnen befindet sich auch die Stadt Traunstein (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats der Stadt Traunstein bezeichnete Vorsitzender Frieder Klein das Vorhaben als einen Riesenkomplex.


Es gehe nicht nur um das Absenken von Gehsteigen, sondern auch um Verkehrsplanung, um die Belebung der Innenstadt mit stufenlosen Geschäftseingängen und vieles mehr. »Wenn Traunstein barrierefrei werden soll, dann müssen wir etwas tun.«

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Dieter Reichenau sprach von einem ganz wichtigen Thema. Es sei aber nicht so, dass in der Vergangenheit in Traunstein nichts geschehen sei, meinte er und nannte als Beispiele die Absenkung von Gehwegen und den Bau von Aufzügen. Schorsch Niederbuchner brachte die Hilfe für Hörbehinderte und Gehörlose, für hochgradig Sehbehinderte und Blinde beim Stellen von Anträgen in der Stadtverwaltung sowie die Beratung für Rollstuhlfahrer bei der barrierefreien Wohnraumsuche ins Gespräch. Um der Stadt Traunstein beim Erarbeiten des Konzepts für »Bayern barrierefrei 2023« zu unterstützen, beschloss der Seniorenbeirat einstimmig, eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Ein weiteres Thema, das durch eine Arbeitsgruppe vorbereitet werden soll, ist die Gewerbeschau »Truna 2015«. Frieder Klein berichtete, dass zwar noch kein Vertrag mit der Firma geschlossen wurde, die die »Truna 2015« durchführen soll; dennoch müsse der Seniorenbeirat rechtzeitig handeln. Er stelle sich vor, neben dem Seniorenbeirat auch Hörgeräteakustiker, Orthopäden, gesetzliche Krankenkassen, Rentenberatung usw. in einem Zelt zusammenzufassen, damit auch gehbehinderte Menschen auf kurzen Wegen alles an einem Punkt fänden.

Der zweite Vorsitzende Siegfried Blach sagte, im vergangenen Jahr habe der Seniorenbeirat seinen Stand in Verbindung mit der Stadt Traunstein gestaltet. Man müsse sich jedoch überlegen, ob man den Stand alle Tage oder nur am Seniorentag besetzen wolle bzw. könne. Darüber werde die Arbeitsgruppe beraten, sagte Klein.

Aufgegriffen wurde der Vorschlag, eine Seniorensprechstunde einzurichten. Dies wurde von allen Beiräten als sinnvoll empfunden. Beschlossen wurde deshalb, künftig eine regelmäßige Seniorensprechstunde abzuhalten. Diese soll jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 14 und 15 Uhr im Foyer des Traunsteiner Rathauses stattfinden. Es stehen jeweils zwei Seniorenbeiräte als Ansprechpartner zur Verfügung. Der erste Termin ist am 1. Oktober.

Angenommen wurde der Vorschlag von Ernst Holl, die Stadt solle einen geeigneten Raum zur Verfügung stellen, um einen Treffpunkt für ältere Alleinstehende zu schaffen. Der Antrag von Friedl Bogner ging sogar noch weiter. Sie meinte, die Stadt solle eine Möglichkeit zum ständigen Treff für Senioren schaffen, ähnlich wie dies für Jugendliche in der Güterhalle vorgesehen sei. Bjr