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Richtfest für den Erweiterungsbau der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule

"Ein richtiges Schulzentrum mitten in der Stadt"

Traunstein – Am Dienstagnachmittag wurde an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule das Richtfest für den Erweiterungsbau gefeiert.

Foto: Wittenzellner

Gut vier Millionen Euro investiert die Stadt Traunstein in die Erweiterung der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule. Mit dem Erweiterungsbau einhergehend sind größere Umbaumaßnahmen am Bestandsgebäude und an der angrenzenden Musikschule fest eingeplant. Von den gut vier Millionen trägt die Stadt rund 2,4 Millionen Euro alleine, circa 1,6 Millionen Euro werden von der Regierung von Oberbayern bezuschusst. Vor genau acht Monaten feierte man die Grundsteinlegung, am Dienstag Nachmittag war nun das Richtfest für den aufstockbaren Stahlbeton-Massivbau, der eine Bruttoquadratmeterfläche von rund 1150 Quadratmeter aufweist.

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Wichtiger Baustein für die Schulstadt

Oberbürgermeister Christian Kegel freute sich: „Das ist ein wichtiger Baustein für die Schulstadt Traunstein“ und ging auf die Funktionen des Baus ein. So entstehen in dem zweigeschossigen, teilunterkellerten und barrierefrei vom Bestand erreichbaren neu entstehenden Erweiterungsbau, Räumlichkeiten für die Mittagsverpflegung und die Ganztagesbeschulung. „Ein funktioneller Bau, der das Ensemble der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule abschließt und mit einschießt“ so das Stadtoberhaupt. Damit entstehe „ein richtiges Schulzentrum mitten in der Stadt.“

Kostensteigerungen halten sich in Grenzen

Architekt Martin Eisenberger von der mit der Planung beauftragten Planungsgruppe Strasser dankte den beteiligten Firmen für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Wichtig sei gerade auch gewesen, dass man das Gebäude vor dem Winter „zu“ bekommen habe. „Es ist dicht, da kommt kein Regen mehr herein.“ Die 25 ausgeschriebenen Gewerke seien zu 62 Prozent an Firmen aus dem Landkreis Traunstein vergeben worden. 98 Prozent der Gesamtausschreibung sei erfolgt, man habe gegenüber den Ursprungsplanungen eine Kostensteigerung von vier Prozent zu verzeichnen. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei den ausführenden Firmen und der Stadtverwaltung. Die vorgesehene Nutzungsaufnahme des Gebäudes zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2018 sei realistisch. „Wenn es so gut weitergeht wie bisher, ist das zu schaffen“ so der Architekt.

Da der Stahlbeton-Massivbau ein Flachdach hat, sprach den traditionellen Richtspruch nicht wie sonst üblich ein ausführender Zimmerermeister sondern ein Maurermeister. Andreas Di-Qual betonte jedoch, er habe sich in der Zimmerer-Innung rückversichert, dass dies auch „erlaubt“ sei. Er sprach vom Gerüst herab einen Richtspruch über den „herrlich schönen, stolzen Bau, der unter Handwerkers fleiß’ger Hand zu aller Freude hier entstand.“ Dem folgte nach dem Austrinken das zu Boden werfen des Glases, das in viele kleine Scherben zerbrach und wie eine Art Gebet gelten soll, in dem man um den Schutz für die am Bau beteiligten Handwerker und die künftigen „Bewohner“ bittet.

Musikalisch gekonnt untermalt wurde die Feier von der Bläsergruppe der Schule unter der Leitung von Thomas Stadler. awi

Bilder vom Richtfest am Dienstag: