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Mit dem Spritzgebäck verbindet Traunsteiner Tagblatt-Mitarbeiterin Kathrin Bauer viele Erinnerungen an ihre Großmutter. Welches Plätzchenrezept weckt bei Ihnen ähnliche Erinnerungen. Schreiben Sie uns und gewinnen Sie eines von fünf Kochbüchern.

Ein Rezept mit viel Erinnerung: Welches ist Ihr Familienrezept? – Fünf Exemplare des Buchs »Meine Hüttenweihnacht« zu gewinnen

Landkreis Traunstein – Der November ist die Zeit, in der sich viele unserer Küchen in Backstuben verwandeln. Ein herrlicher Duft nach Zimt, Vanille und Orange weht durchs Haus und weckt automatisch Erinnerungen.


Kaum eine Zeit ist mit so viel Tradition und schönen Geschichten verbunden wie die Vorweihnachtszeit. Und in so gut wie jedem Haushalt gibt es dieses eine Rezept, das automatisch die Kindheit in Erinnerung ruft. Bei unserer Mitarbeiterin Kathrin Bauer ist es das Spritzgebäck.

»Meine Oma hat es gebacken, seit ich denken kann. Zum Fest hat sie es immer mitgebracht und zwar in so großen Blechdosen, wie es sie heute gar nicht mehr zu kaufen gibt. Meine Großmutter würde nur müde lächeln angesichts dieser kleinen Plätzchendosen, die heutzutage angeboten werden. Was soll da reinpassen, frag' selbst ich mich.

Das Spritzgebäck gab es bei uns zu Hause also immer noch bis ins neue Jahr. Und es wurde immer besser, je mürber es wurde. Als Kind freilich hab' ich die Schokoladenseite geliebt. Und manchmal auch nur heimlich das dunkle Spitzerl abgebissen und gedacht, es merkt keiner.

Heute mag ich das Gebäck pur, ohne Schokolade, am liebsten. Dieser zarte, butterige Geschmack. Vor allem aber die damit verbundene Erinnerung an meine kleine, bewundernswert selbstständige Großmutter, ihren tollen Humor und die Lebensfreude.

Nach ihrem Tod ging der schwere Fleischwolf in den Besitz meiner Eltern über und wird seither einmal im Jahr aus dem Keller geholt, entstaubt und auf der Tischplatte in der Küche montiert, wo mein Vater – unterstützt von seinen Enkelkindern – Spritzgebäck macht. Er kurbelt, während die Kinder die Teigstreifen abschneiden und daraus »Os«, »Is«, »S« formen.

Wie hat meine Oma das früher eigentlich immer alles alleine geschafft, frage ich mich bei dem Anblick nicht nur einmal.

Zutaten: 500 Gramm Mehl, 200 Gramm Zucker, 250 Gramm Butter, zwei Eier, eine Prise Salz und ein bisschen Zitronenabrieb oder ein Schuss Rum – wie es meiner Oma am liebsten war.

Zubereitung: Butter und Zucker zwei bis drei Minuten zu einer weichen Masse verrühren, dann die Eierdazugeben. Anschließend Mehl, Salz und Zitronenabrieb mit der Buttermasse verkneten. Teig portionsweise durch den Fleischwolf (Spritzgebäck-Aufsatz) drehen, formen und aufs Backblech legen. Bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze) 13 bis 15 Minuten backen.«

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Mitmachen und eines von fünf Exemplaren dieses Kochbuchs gewinnen: »Meine Hüttenweihnacht« von Susi Schneider, Rosenheimer Verlagshaus GmbH & Co. KG 1996.

Wie ist das bei Ihnen? Gibt es zu Hause so ein Plätzchenrezept mit einer besonderen Erinnerung? Oder haben Sie vielleicht ein neueres Rezept, das Sie gerne mit unseren Lesern teilen wollen?

Wir sammeln Rezepte unserer Leser (im Idealfall mit Bild und ein paar Zeilen Erinnerung dazu) und verlosen unter allen Einsendungen fünf Exemplare des Buchs »Meine Hüttenweihnacht« von Susi Schneider (Rosenheimer Verlagshaus GmbH & Co. KG 1996).

Schicken Sie uns bis Donnerstag, 24. November, ihre Plätzchenrezepte zu unter dem Stichwort »Plätzchen« an lokales(at)traunsteiner-tagblatt.de oder per Post an das Traunsteiner Tagblatt, Lokalredaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein. Bitte geben Sie dabei Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer an. Im Falle eines Gewinns werden Sie telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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