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Ein Reh auf Abwegen

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Rund zwei Tage hielt sich ein Reh im Stadtbereich auf, die meiste Zeit davon in einem Garten an der Jahnstraße. Das etwa ein Jahr alte Tier dürfte aus dem Bereich Schnepfenluck des Haidforstes entlang der Bahnlinie in die Stadt gelangt und dann über den Gartenzaun gesprungen sein. Dort lief es ständig panikartig den Zaun auf und ab. Zunächst war geplant, das Tier mit Hilfe der Feuerwehr einzufangen, weshalb mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein anrückten. Doch das Vorhaben schien zu riskant, sprang das Reh in seiner Panik doch immer wieder in den Zaun, sodass erhebliche Verletzungsgefahr bestand. Deshalb setzte sich die Feuerwehr mit der Tierklinik in Teisendorf in Verbindung. Diese schickte eine Tierärztin, die das Reh mittels eines Betäubungsgewehrs narkotisieren sollte. Doch auch das scheiterte: Das Reh hielt sich nicht lange genug still, um einen gezielten Schuss abgeben zu können. Deshalb entschloss sich die Tierärztin, bis zum Einbruch der Dämmerung zu warten, in der Hoffnung, das Reh würde dann etwas ruhiger sein. Die abendliche »Pirsch« konnte allerdings abgeblasen werden: Im Laufe des Nachmittags verschwand das Reh aus dem Garten, wie und wohin ist unbekannt. Unklar ist, warum das Reh aus dem Wald in den Stadtbereich gelaufen war. Am wahrscheinlichsten ist es, dass es von einem freilaufenden Hund aufgejagt und möglicherweise sogar gehetzt wurde, deshalb in Panik flüchtete und schließlich an der Bahnböschung entlang bis zwischen die Wohnhäuser gelangte.


 
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