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»Ein noch schönerer Ritt geht nicht mehr«

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Der Georgi-Verein würdigte bei seiner »Ritt-Nachlese« die Verdienste des in wenigen Monaten scheidenden Stadtoberhaupts für den Georgiritt (von links): Vorstand Peter Schmied, Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Zweiter Vorstand Martin Schweiger. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. »Ein noch schönerer Ritt geht nicht mehr«: Die Bilanz, die der Vorsitzende des Traunsteiner Sankt-Georgs-Vereins, Albert Schmied, bei der »Ritt-Nachlese« im Brauerei-Ausschank Schnitzlbaumer gezogen hat, hätte nicht besser ausfallen können. Nicht nur das Wetter sei nahezu perfekt gewesen, so Schmied. Mit 9000 verkauften Zeichen sei ein neuer Rekord erzielt worden. Und auch die Zahl von 418 teilnehmenden Pferden sei gut gewesen.


Alles habe bei der bayernweit viel beachteten Brauchtumsveranstaltung hervorragend zusammengepasst, resümierte der Vereinsvorsitzende. Von der musikalischen Begleitung durch die Traunsteiner Stadtmusik über die Polizei, das Bayerische Rote Kreuz und die Freiwilligen Feuerwehren aus Traunstein und Umgebung – alle bekamen ein großes Lob zu hören. Exemplarisch benannte Schmied die »hervorragende Zusammenarbeit« mit der Polizei, die sich stark im Hintergrund gehalten habe. »Aber wenn wir sie gebraucht haben, waren sie da.« Es habe während der Veranstaltung keine Komplikationen oder größeren Probleme gegeben.

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Vor den rund 80 anwesenden Vereinsmitgliedern und Organisationsvertretern sagte Schmied, dass der Ritt und der Schwertertanz keine zusätzlichen Aktivitäten bräuchten, um attraktiv genug zu sein. Ein zusätzlicher Markt etwa oder offene Geschäfte seien nicht nötig. »Der Ritt, der Schwertertanz und die Gruppen müssen im Mittelpunkt stehen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.«

Waren in den vergangenen Jahren die Besucherschwerpunkte weitgehend auf dem Traunsteiner Stadtplatz und in Ettendorf am Kircherl, so seien in diesem Jahr sehr viele Menschen an den Straßenrändern und den Kreuzungen gestanden. Schmied ging weniger auf die nicht ganz einfach zu schätzende Zahl der Besucher der Veranstaltung ein. Vielmehr zeigte er sich überrascht, dass in diesem Jahr alle zur Verfügung stehenden Zeichen verkauft wurden. »Das war noch nie da«, zeigte er sich begeistert. Insgesamt habe man 9000 Zeichen »an den Mann« gebracht.

Zufrieden zeigte man sich auch, dass der Verein in diesem Jahr bereits 40 neue Mitglieder hinzugewinnen konnte. Und auch die Beteiligung von durchschnittlich 40 Teilnehmern an den im Vorfeld von Ritt und Schwertertanz stattfindenden Rittbitten spreche dafür, dass man diese Tradition auch im kommenden Jahr beibehalten wolle.

Auch im »Café St. Georg« in der Alten Wache habe man alle Hände voll zu tun gehabt, berichtet die neue Verantwortliche Monika Stockinger. 49 Kuchen mit Getränken brachten letztlich einen Reinerlös von fast 1300 Euro.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke zeigte sich mit dem Verlauf des Ritts hoch zufrieden, es sei »ein perfekter Tag für den Chiemgau und für Traunstein« gewesen. »Wir sollten auch an den Herrgott ein Dankeschön sagen«, betonte der Oberbürgermeister unter der Anwesenheit der am Georgiritt mitwirkenden Geistlichkeit.

Vereinsvorstand Schmied ergriff die Gelegenheit und bedankte sich beim scheidenden Oberbürgermeister nicht nur für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, sondern auch mit dem Oberbürgermeister ganz persönlich und überreichte ihm ein Bild als Erinnerung an sechs Georgiritte, bei denen das Stadtoberhaupt die Belange der Großen Kreisstadt vertrat. Dieser betonte, dass er dem Ritt ja auch künftig erhalten bleibe, sei er doch wie fast alle Traunsteiner Stadträte Mitglied im Sankt-Georgs-Verein.

Eine Dankmesse für den guten Verlauf des Georgiritts findet am kommenden Sonntag um 19 Uhr im Ettendorfer Kircherl statt. awi