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Ein neues Zuhause für die »Meisen« und »Kobolde«

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Viele »gute Wünsche« legten die Kinder des Wilhelm-Löhe-Heims gemeinsam mit der Fachbereichsleiterin Margarethe Winnichner bei der Grundsteinlegung für ein neues Kinderhaus in eine Kapsel, die sie dann in eine Öffnung der Bodenplatte versenkten. Auf dem Gelände entsteht ein neues Gebäude, in das im nächsten Jahr die Gruppen »Meisen« und »Kobolde« einziehen werden. (Foto: Rasch)

Traunreut. Viele gute Wünsche in Form von Zeichnungen und Bildern, verstauten die späteren Bewohner des neuen Kinderhauses des Wilhelm-Löhe-Heims bei der Grundsteinlegung des Neubaus in eine Kapsel, bevor sie diese »Schatzkiste« in eine Öffnung der Bodenplatte versenkten. Auf dem Gelände des Wilhelm-Löhe-Zentrums entsteht ein kompaktes und zukunftweisendes Gebäude, in das im nächsten Jahr die Gruppen »Meisen« und »Kobolde« einziehen werden.


Dass die Kinder, die derzeit sehr beengt wohnen, das »schönste Zimmer« für sich in Anspruch nehmen wollen, bekundeten sie in ihren »guten Wünschen«, die sie mit weiteren Erinnerungen in die Kapsel legten. Auch hoffen sie, »dass das Haus hält«, andere wollten sich zu ihren »geheimen Wünschen« nicht näher äußern.

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Die Bodenplatte ist bereits verlegt und schon in drei Wochen soll die Hülle stehen, sagte Architekt Franz Diertheuer. Die zwei Gebäudeteile werden in Holzbauweise erstellt, die als fertige Elemente angeliefert und auf der Baustelle montiert werden. Sobald das Dach eingedeckt ist, kann mit dem Innenausbau begonnen werden. Der Architekt rechnet damit, dass der Neubau im Frühjahr nächsten Jahres bezugsfertig ist. Durch die zwei Gebäudeteile entsteht ein großzügiger Innenhof, in den sich die Kinder auch zurückziehen können. Die Räume in den Erdgeschossen teilen sich die insgesamt 18 Kinder gemeinsam und im Obergeschoß befinden sich die Zimmer und ein Appartement.

Der Neubau sei auch ein Bekenntnis des Trägers, der Diakonie, den heutigen pädagogischen Anforderungen und Vorstellungen zu entsprechen, sagte die Fachbereichsleiterin und Ideengeberin des neuen Kinderhauses, Margarethe Winnichner. Für die Kinder bedeute das neue Zuhause aber gleichzeitig auch Abschied von ihrer gewohnten Umgebung zu nehmen.

Dass das Projekt mit einer Bausumme von 2,1 Millionen Euro finanziell gestemmt werden kann, ist maßgeblich der Dr. Johannes-Heidenhain-Stiftung zu verdanken, die durch Walter Miller und Rainer Burkhard vertreten war. Die Heidenhain-Stiftung, die das Wilhelm-Löhe-Zentrum stets unterstützt habe, unterstütze auch dieses Projekt mit einer erheblichen Summe, betonte der Erste Vorstand und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Traunstein, Thomas Zugehör. Ohne diese Förderung – ein Betrag wurde nicht genannt – hätte das Bauvorhaben nicht verwirklicht werden können, in dem die Kinder ein neues Zuhause finden, in dem Heilung an Geist und Seele erfolgen könne. Der Restbetrag muss aus Eigenmitteln bestritten und finanziert werden. Gleichzeitig erhofft sich der Bauherr Förderungen durch weitere Stiftungseinrichtungen. Im Heim des Wilhelm-Löhe-Zentrums mit Schule und Tagesstätte, leben derzeit 87 Kinder in 12 Wohngruppen. ga