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Ein neues Wohngebiet in Plattenberg

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Wonneberg. Der Gemeinderat befasste sich unter anderem mit der 11. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Plattenberg. Konkret ging es um die Einleitung des Verfahrens für die Ausweisung eines Wohngebietes.


Bürgermeister Josef Mayr schlug vor, auf die in der letzten Sitzung besprochene Stellungnahme eines Gutachters zur Verträglichkeit der geplanten Wohnbebauung mit der Landwirtschaft zu verzichten und gleich das Verfahren einzuleiten. Im Laufe der Trägerbeteiligung wird die Gemeinde dann die entsprechenden Stellungnahmen einholen und kann die Flächennutzungsplan-Änderung dann noch entsprechend anpassen. Der Bürgermeister stellte anschließend die neue Fassung der 11. Änderung anhand eines Lageplans vor. Die geplante Wohnbebauung wurde nach Nordosten hin erweitert und ein Grundstück auf der gegenüberliegenden Seite der Pater-Bernhard-Straße mit aufgenommen, zur jetzigen Bebauung hin wurde ein Grünstreifen eingefügt. Der Ersteller des Entwurfs, Michael Frumm-Mayer, zeigte anhand eines Luftbilds den Geltungsbereich des Flächennutzungsplans und erläuterte, dass die Grundstücke circa 800 Quadratmeter haben werden. Bürgermeister Mayr und Frumm-Mayer sprachen sich beide für einen möglichst großen Abstand zu den landwirtschaftlichen Betrieben aus. Der Planungsvorschlag wurde in der folgenden Diskussion vor allem aus ortsplanerischer Sicht positiv beurteilt.

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2. Bürgermeister Martin Fenninger wies darauf hin, dass vor der Ausweisung von Wohnflächen eine Vereinbarung nach dem Einheimischenmodell getroffen werden sollte und die Verträglichkeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben genau geprüft werden müsse.

Letztlich beschloss der Gemeinderat einstimmig, den gemeindlichen Flächennutzungsplan durch eine Erweiterung der Dorfgebietsfläche in Plattenberg zu ändern und das erforderliche Verfahren einzuleiten.

Ein weiteres Thema war der Antrag der Gemeinde Waging am See auf Beteiligung an den Kosten für die Straßenreparatur an der Gemeindeverbindungsstraße von St. Leonhard nach Scharling. Bürgermeister Mayr erläuterte die Situation und die erforderlichen Maßnahmen an der Straße. Geschäftsleiter Franz Röckenwagner verlas daraufhin den Antrag der Marktgemeinde Waging. Mayr befürwortete den Antrag und verwies darauf, dass auch bei der Brückensanierung in Scharling eine Kostenteilung 50:50 durchgeführt wurde. Der Vorschlag, die zu erwartenden Baukosten in Höhe von circa 7200 Euro zur Hälfte zu übernehmen, wurde einstimmig angenommen.

Ferner stimmte das Gremium der Abstufung der Staatsstraße 2105 im Bereich Weibhausen zur Gemeindestraße zu. Bürgermeister Mayr erläuterte die Anbindung der zukünftigen Gemeindestraße an die Staatsstraße 2105 und den geplanten Geh- und Radweg vom geplanten Wendehammer in Richtung Greinach anhand der Lagepläne. Die Umbaumaßnahmen werden vom staatlichen Bauamt durchgeführt und finanziert.

Alfons Mader gab bekannt, dass er aus Zeitgründen die Pflegearbeiten für die Gemeinde nicht mehr übernehmen könne und er diese Tätigkeit beendet habe. Aufgrund des immer höheren Arbeitsanfalls bei Mäharbeiten aber auch beim Winterdienst müsse man sich Gedanken über eine Verstärkung des Bauhofs machen. Franz Maier leiste eine sehr gute Arbeit, dürfe aber nicht überlastet werden, so die einhellige Meinung im Gremium. Bürgermeister Mayr verwies auf eine Neuorganisation des Bauhofes nach den Kommunalwahlen im nächsten Jahr.

Michael Frumm-Mayer erkundigte sich, ob das Thema Reduktion der Nährstoffeinträge in die Gewässer nochmals auf die Tagesordnung kommt. Bürgermeister Mayr wies daraufhin, dass der Umweltausschuss der Marktgemeinde Waging zu diesem Thema getagt hat. Man sollte hier mit den Landwirten zusammenkommen und mögliche Konzepte besprechen.