weather-image
27°

Ein neuer Pfarrer für die Pauluskirche

Traunreut. Stefan Hradetzky (36) wird neuer evangelisch-lutherischer Pfarrer in Traunreut und tritt die Nachfolge von Rainer Maier, der die Kirchengemeinde im Frühjahr verlassen hat und nach Marquartstein gegangen ist.

Nach seinem Abitur 1995 in Olching hat Hradetzky evangelische Theologie studiert. Als Vikar war er von 2003 an zweieinhalb Jahre in Oberhaching tätig, dann ab seiner Ordination 2006 als Pfarrer z. A. in Rosenheim. Bis zu seinem Einzug im Traunreuter Pfarrhaus muss er sich noch etwas gedulden. Das Ende der Renovierung verzögert sich nämlich. So wird es darauf hinauslaufen, dass er schon längst seinen Dienst hier angetreten hat, ehe die Möbel und die ungezählten, teilweise schon gepackten Kisten nach Traunreut geliefert werden können.

Anzeige

Das ist umso unangenehmer, weil Pfarrer Hradetzky eine große Familie mitbringt. Er und seine Frau Christine haben vier Kinder. Wegen der verspäteten Möbellieferung »stellen wir uns auf einen nicht ganz leichten Start ein«, sagt Hradetzky. Davon lasse er sich seine Freude aber nicht nehmen. Seine offizielle Einführung wird erst am 23. September sein, und zwar durch den stellvertretenden Dekan Hans-Georg Bredull; denn der neue Dekan Peter Bertram wird bis dahin noch gar nicht in sein Amt eingeführt sein. Hradetzky war inzwischen schon etliche Male in Traunreut. Eines ist ihm dabei gleich aufgefallen: »Das hier ist eine sehr dynamische Stadt, an jeder Ecke tut sich was.« Als weiteres Charakteristikum in Traunreut sieht er, wenn auch bisher weitgehend aus dem Internet, »ein sehr engagiertes Gemeinwesen, in dem viel getan wird, dass es den Menschen gut geht, und in dem die Schwachen unterstützt werden«. Und er glaubt auch zu wissen, warum: »Es wird viel gemacht, weil die Probleme da sind.« Gerade das Problem der Zuwanderung hat Hradetzky in seinem Praxisjahr kennengelernt: Das hat er bei der Caritas in Burgkirchen verbracht, wo er in der Aussiedlerbetreuung gearbeitet hat. Was er da an Einblicken gewonnen habe das werde ihm hier in Traunreut zugute kommen, ist er überzeugt.

Die Auswahl der neuen Pfarrstelle war allein deswegen schon eingeschränkt, weil nur wenige Pfarrhäuser Platz genug für die große Familie boten. Im April hat Stefan Hradetzky dann erfahren, dass er nach Traunreut kommen kann. Sehr herzlich sei er vom Kirchenvorstand empfangen worden, erzählt er. Und auch mit seiner künftigen Kollegin Betina Heckner versteht er sich gut; so empfindet er es zumindest nach den ersten Kontakten.

Hradetzky wird in der Kirchengemeinde geschäftsführender Pfarrer sein, bei Betina Heckner liegt die Verantwortung für den Kindergarten. Was ihm an Traunreut nach seinen ersten kleinen Einblicken ebenfalls sehr gut gefällt, sei die »bunte Ökumene«. Ihn faszinieren die verschiedenen Arten und Farben des Christentums, die aber durch den einen Glauben und den einen Gott miteinander verbunden seien. he