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Ein lustiges Hin und Her am Grantlhof

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Am Essenstisch beraten sich (von links) der Bauernsohn Ferdl, die alte Magd Walburga, der Bauer Ignaz, die junge Wirtschafterin Mirzl, Großvater Simmerl und die Stallmagd Zenzi. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Situationskomik mitten aus dem Leben, erfrischende Wortspiele, Alltagsgeschichten vom Bauernhof – und das alles mit einem gewissen Augenzwinkern. Mit dieser Mischung überzeugten die Spieler vom Theaterverein Reit im Winkl bei der Premiere ihres Stücks »Am Grantlhof« im Festsaal. Mit anschaulicher Hingabe spielten sie den lustigen Dreiakter, der aus der Feder von Hermann Schuster stammt, eine »lachende G'schicht aus dem bayerischen Land«.


Der alleinstehende und grantige Bauer Ignaz (Beppo Landenhammer) herrscht in patriarchischer Manier auf dem Grantlhof. Er duldet lediglich seinen alten Vater Simmerl (Wolfgang Hechtl) als gelegentlichen Ratgeber und seinen Sohn Ferdl (Florian Maier) als willige und billige Arbeitskraft. An diesem Männerregiment vermögen auch die »Weibspersonen«, die junge Wirtschafterin Mirzl (Lena Nayder), die alte Magd Walburga (Kathl Wilhelm) und die Stallmagd Zenzi (Steffi Schlechter) vorerst nicht das Geringste zu ändern. Da eigentlich eine Bäuerin auf den Hof gehört, macht sich der verwitwete Ignaz auf Brautsuche. Sein heiratsfähiger Sohn Ferdl hat daher einen schweren Stand, und es scheint nicht so, als ob er seine heimliche große Liebe Mirzl jemals ehelichen könnte. Um ihre Liebe zu gewinnen, lässt er sich aus einem Versandhaus Schönheitscreme und diverse Sachen für seine Angebetete zusenden. Das Paket gelangt aber in die Hände der drolligen Zenzi, die als Möchtegern-Bäuerin schon lange ein Auge auf den feschen Jungbauern geworfen hat. Aufgebrezelt mit den Utensilien des Schönheitspackerls, gelingt es ihr mehr und mehr, die Oberhand am Hof zu gewinnen und die vom Rheumatismus geplagte Altmagd Walburga zu schikanieren.

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Daraufhin versuchen der selten um einen Rat verlegene Großvater und der Bauer, die damische Zenzi mit dem stotternden Postbeamten Xaver (Thomas Gartner) zu verkuppeln. Es kommt zu einem lustigen Hin und Her, bei dem nicht immer alle im Bilde sind. Zumal der Großvater in verschiedene Richtungen kräftig mitmischt, ergibt sich zum Schluss die Situation so, dass der Bauer doch alleine dasteht. Ferdl, der Sohn des Hauses, geht da schon klüger vor, und es gelingt ihm schließlich, die Mirzl für sich zu gewinnen.

Pet Mühlberger, die Regie führte, gratulierte am Ende den beiden Neuspielern Florian Maier und Lena Nayder, die bei ihrer Premiere das junge Paar so überzeugend gespielt hatten. Ihr Lob galt auch der Theatermusi für das wohlklingende Aufspielen zu Beginn und in den Pausen. sh