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Ein Licht gegen die Dunkelheit in der Welt

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Tittmonings Bürgermeister Konrad Schupfner (rechts) war der Erste, dem das Friedenslicht aus Bethlehem von Tobias Flachner (Zweiter von links) überreicht wurde.

Tittmoning – Das Friedenslicht aus Bethlehem ist im Landkreis Traunstein angekommen. Die Kerzenflamme, die alljährlich zu Beginn des Advents in der Geburtsstadt Jesu Christi entzündet und über eine Stafette in Europa verteilt wird, wurde nun von mehreren Hundert Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Traunstein bei einer Feierstunde auf dem Stadtplatz entgegengenommen. Überbringer der symbolischen Friedensflamme war die Jugendfeuerwehr aus dem Bezirk Braunau, angeführt von Tobias Flachner, dem diesjährigen Friedenslichtkind.


»Wir dürfen nicht müde werden«

Der 12-Jährige wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ausgewählt, das Friedenslicht in Bethlehem entgegenzunehmen und als Bote und Botschafter zu verteilen. In dieser Mission durfte er das Friedenslicht in der vergangenen Woche auch Papst Franziskus bringen.

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»Wir dürfen nicht müde werden, das Licht zu teilen. Je öfter es verteilt wird, desto stärker ist die Wirkung«, betonte Tobias und appellierte, das Licht wieder und wieder zu verschenken.

»Die Feuerwehren sind immer zur Stelle, in jeder Notlage, bei jeder Naturkatastrophe, sie lindern Leid und leisten Hilfe«, betonte Kreisbrandrat Christof Grundner. Die Feuerwehr sei zudem untrennbar mit Technik, Einsatz, Ausbildung und voller Disziplin im Ehrenamt verbunden, mehr jedoch mit Wertschätzung, Emotion und Gefühlen.

Bürgermeister Konrad Schupfner freute sich, dass die Übergabefeier des Friedenslichts bereits zum 18. Mal in Tittmoning stattfindet. »Wenn wir den wahren Frieden wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen«, zitierte Schupfner den indischen Pazifist und Widerstandskämpfer Mahatma Gandhi. Es sei eine großartige Sache, dass der ORF vor 31 Jahren die Aktion »Licht ins Dunkel« ins Leben gerufen und seither alljährlich ein Kind in Bethlehem das Friedenslicht entzündet und in ganz Europa verteilen lässt.

»Terror und Migration beuteln vieles durcheinander«, sagte stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber. Sie freue sich, dass bei der schon traditionellen Feier die Jugendfeuerwehr aus Österreich Licht und Frieden in Form der Flamme aus Bethlehem an die Jugend im Landkreis Traunstein weiterschenke. Möge die Friedensflamme die weihnachtliche Zeit bereichern und ein friedvolles Fest bewirken, wünschte Schmidhuber und würdigte die Feuerwehren beidseits der Landesgrenze für die starke Verbundenheit und stets gute Zusammenarbeit.

Zum Ende der Feierstunde wurde die Flamme von Kerze zu Kerze weitergereicht, von den österreichischen Jugendfeuerwehrlern an die bayerischen Kameraden. Konrad Schupfner war der Erste, dem die Kerzenflamme von Friedenslichtkind Tobias Flachner überreicht wurde.

Die Feuerwehrjugend aus dem Landkreis Traunstein brachte das Friedenslicht anschließend in ihre Heimatstädte und -gemeinden, wo sie zum Teil noch am selben Abend von Haus zu Haus gingen und verteilten oder in die örtlichen Kirchen brachten, von wo es auch in den nächsten Tagen mit nach Hause genommen werden kann.

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde auf dem Stadtplatz von der Musikkapelle Inzing-Törring. pv

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