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Ein Konzept, mehrere Standorte

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So wie auf dieser Skizze dargestellt könnten die einzelnen Sportarten und Veranstaltungen rund um Olympia zwischen den Austragungsorten München, Chiemgau-Königssee und Garmisch-Partenkirchen aufgeteilt werden.

München bewarb sich bereits für Olympia 2018. Auf Grundlage von diesem Konzept soll die Bewerbung 2022 aufgebaut werden. Erste Änderungen sind durchgeführt worden. So wurde das Sportstättenkonzept der Bewerbung 2018 von zwei auf drei Veranstaltungszentren verteilt: Neben München, Garmisch-Partenkirchen ist nun auch die Region Chiemgau-Königssee dabei.


Dadurch sind elf der 16 Sportstätten bereits vorhanden. Drei müssten temporär gebaut werden. Zudem würden im Olympiapark in München das ehemalige Radstadion und das alte Eissportzentrum durch moderne Hallen ersetzt werden. Auf der Internetseite der Stadt München ist das Gesamtkonzept abrufbar. Demnach werden die Gesamtkosten derzeit mit 3,3 Milliarden Euro beziffert, wovon 1,5 Milliarden als Veranstaltungsbudget und 1,8 Milliarden für Bauinvestitionen vorgesehen sind. – Und das ist an den einzelnen Standorten bisher geplant:

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München wäre die erste Stadt, die nach Olympischen Sommerspielen auch Winterspiele ausrichtet. Der vorhandene Olympiapark würde eine wichtige Rolle spielen. Neben den Hallen-Sportarten würden dort auch Snowboard- und Trickski-Wettbewerbe stattfinden. Zwei neue Hallen würden dort gebaut, dafür müssten das ehemalige Radstadion und das alte Eissportzentrum weichen. In unmittelbarer Nähe zum Olympiapark soll auf einem Teilbereich des Bundeswehrverwaltungszentrums ein Olympisches und ein Paralympisches Dorf für 3500 Athleten und Offizielle gebaut werden. Zudem soll dort ein Mediendorf entstehen. Auch Teile der Münchner Messe könnten als internationales Medienzentrum genutzt werden.

Neu dabei im Konzept für Olympia 2022 ist der Landkreis Traunstein. Ruhpolding würde die Biathlon- und Langlaufveranstaltungen ausrichten. Auch in dieser Region ist ein Olympisches und Paralympisches Dorf geplant. Dabei kommt nun Inzell ins Spiel: Das Außerfeld in Inzell verfügt bereits heute über 1000 Betten. Durch Hotel- und Appartementanlagen könnte es schnell auf die erforderliche Kapazität erweitert werden. Die dortige Max-Aicher-Arena würde als Medienzentrum genutzt werden. Auch der Landkreis Berchtesgadener Land spielt im neuen Konzept wie schon bei der Bewerbung 2018 eine Rolle: Am Königssee würden die Wettkämpfe im Bob, Rennrodeln und Skeleton stattfinden. Die Medaillenverleihungen würden in Bad Reichenhall und bei den Paralympics in Traunstein sein.

Die alpinen Ski- und Snowboard-Wettbewerbe sowie Skispringen und die Nordische Kombination würden in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen. Am Olympia-Eissportzentrum könnte ein Olympisches und Paralympisches Dorf mit 1700 Betten entstehen. Zusätzliche Wohnanlagen würden so errichtet, damit sie danach wieder abgebaut werden können. Das Kongresszentrum könnte als Medienzentrum dienen. SB

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