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Ein Heimatbuch für Waging

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Waging am See. Ob Otting oder St. Leonhard, ob Traunreut oder Traunstein: Die Orte, Pfarreien oder Kommunen um Waging herum haben praktisch alle ihr Heimatbuch. Die Gemeinde Waging bisher noch nicht. Das soll sich jetzt ändern. Der Verein für Heimatpflege und Kultur will ein solches Buchprojekt jetzt angehen – nicht zuletzt im Hinblick auf das Jahr 2014, in dem der Verein sein 25-jähriges Bestehen feiern kann.


Dem Verein und seinem Vorsitzenden, Ortsheimatpfleger und -chronist Franz Patzelt, ist sehr wohl bewusst, was es an Arbeit bedeutet, ein solches Buch zu verfassen. Das wurde jetzt bei einer ersten Sitzung zu diesem Themenkreis deutlich. Im Mittelpunkt dieses Treffens stand das Projekt Heimatbuch, das laut Patzelt schon im vergangenen Jahr des Öfteren besprochen worden sei. Patzelt vertrat die Auffassung, dass man heuer mit dem Buch anfangen solle, Material sei genügend gesammelt. Man plädierte für ein »gut lesbares, bebildertes Buch« über Waging, ähnlich wie andere Orte es besitzen.

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Jetzt will man genauere Überlegungen anstellen bezüglich des Inhalts, des Umfangs und der Aufmachung. Keinesfalls dürfe es, so Patzelt, eine »ungenießbare Schwarte« werden. Das war auch die übereinstimmende Meinung der anderen Vorstandsmitglieder. Weil man aber nicht als »geheimer Zirkel« am Buch arbeiten wolle und durchaus noch Mitarbeiter brauche, solle es in nächster Zukunft eine Versammlung geben, bei der man interessierte Menschen als mögliche Mitarbeiter zusammenrufen will.

Jahrbuch soll in dieser Zeit pausieren

Der Heimatpflegeverein ist ja schon fast seit seinem Bestehen als Herausgeber geschichtlicher Abhandlungen tätig. Jahr für Jahr erscheint das Jahresheft, das stets eine Fülle an Themen rund um die Waginger Geschichte beinhaltet. Das noch ausstehende 24. Jahresheft werde in den nächsten Monaten noch erscheinen, kündigte Patzelt an. Dann aber wolle man eine Pause einlegen und die Energie voll auf das Heimatbuch richten. Es sei denn, es fände sich jemand, der auf einem »zweiten Gleis« neben dem Buch die Hefte weiter herausbringt.

Der Vereinsvorsitzende könnte sich dieses durchaus vorstellen. Eventuell könnten jüngere Zeitgenossen oder andere Interessierte im Sinne erzählter Geschichte manche Kapitel der Waginger Historie beleuchten und in den Jahresheften veröffentlichen, ähnlich wie es in den Heften 17, 18 (»Als die Amerikaner kamen«) oder 20 und 23 (»Als die Flüchtlinge kamen«) bereits geschehen sei. Es gehe dabei im Wesentlichen um eine Befragungs- und Aufschreibetätigkeit. Man könnte Waginger Bürger interessante Vorkommnisse aus ihrem Leben oder anderes berichten lassen und in Jahresheften veröffentlichen – das wäre Heimatgeschichte im besten Sinne.

Später, wenn das Heimatbuch fertig ist, werde der Verein, wie Patzelt sagte, wieder auf den Jahresheft-Zug aufspringen. Wenn sich jemand schon entscheiden möchte – für die Mitarbeit am Buch oder die Fortführung der Jahreshefte –, dann kann er sich beim Vereinsvorsitzenden melden unter Telefon 08681/9186. he