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Ein gutes Beispiel für gelebte Städtepartnerschaft

Traunstein. Eine 14-köpfige Delegation der Marinekameradschaft aus Traunsteins südfranzösischer Partnerstadt Gap kam zusammen mit der Marinekameradschaft Traunstein zu einem Empfang von Oberbürgermeister Manfred Kösterke in den Alten Ratssaal. Mit dabei waren auch die Altoberbürgermeister Rudolf Wamsler und Fritz Stahl.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke empfing Mitglieder der Marinekameradschaften aus Gap und Traunstein im Rathaus. Unser Foto zeigt von links Altoberbürgermeister Fritz Stahl, Oberbürgermeister Manfred Kösterke, den Präsidenten der Marinekameradschaft Gap, Robert Boutin, den Vorsitzenden der Marinekameradschaft Traunstein, Horst Hexel, und Altoberbürgermeister Rudolf Wamsler.

Kösterke sagte, die 36 Jahre der Städtepartnerschaft zwischen Gap und Traunstein seien geprägt von persönlicher Freundschaft und persönlichem Engagement. »Daraus haben sich konstante Freundschaften und gegenseitige Besuche entwickelt.« In diesem Jahr feiere man das 50. Jubiläum des Elysee-Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit. Sein Ziel sei es, dass sich die Nationen für ein gemeinsames Europa enger zusammenschließen. »Sie bilden die starke Basis für Europa, denn nur aufgrund persönlicher Beziehungen wachsen Nationen zusammen. Wenn sich die Menschen kennen und verstehen, verstehen sich auch die Völker«, sagte der Oberbürgermeister zu seinen Gästen. Die Städtepartnerschaft sei von seinen Vorgängern Wamsler und Stahl stets gepflegt worden. Ihn freue es, dass er in diese Tradition eintreten könne. Er sprach zugleich die Hoffnung aus, dass die Freundschaft zwischen den Marinekameradschaften Gap und Traunstein auch in den kommenden Jahren weiter gepflegt werde.

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Dass sich der Oberbürgermeister Zeit nehme, wertete der Vorsitzende der Marinekameradschaft Traunstein, Horst Hexel, als ein Zeichen des Wohlwollens und der Bürgernähe – Eigenschaften, die er schon an seinen Vorgängern geschätzt habe. Inzwischen habe es sich in ganz Südfrankreich herumgesprochen, dass Traunstein eine Reise wert sei. Deshalb war es Hexel eine Ehre, auch den Präsidenten der Marinekameradschaft Les Saintes-Maries-de-la-Mer an der Côte d' Azur, Gerard Mahia, unter den Besuchern aus Gap begrüßen zu können. Seit rund 15 Jahren würden Besuche die ehemaligen Mariner beider Städte eng verbinden.

Der Präsident der »Ancien Marin Gap«, Robert Boutin, stellte mit Freude fest, dass eine sehr große Delegation aus Gap mitgekommen sei. Einen Zusammenhang mit dem geplanten Besuch auf dem Oktoberfest wollte er aber nicht herstellen. Er hob die Bedeutung des gegenseitigen Austausches für die Mariner, aber auch für die beiden Völker hervor. Man habe beschlossen, sich in jedem Jahr zu treffen. Vergangenes Jahr habe die Marinekameradschaft an einem regionalen Treffen der französischen Marinekameradschaften teilgenommen.

Für den Oberbürgermeister hätte Boutin eigentlich ein besonderes Geschenk dabei gehabt: Eine Nachbildung der Kapitänsglocke von der Fregatte »Hermione«, mit der der Marquis de La Fayette nach Amerika gefahren ist, um die Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg zu unterstützen. Unglücklicherweise hatte Boutin die Glocke in seinem Hotelzimmer in Bergen vergessen. Er versicherte aber, sie Kösterke am Montag nachzureichen. Bjr