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Ein Grund zum Feiern: Neues Probenhaus für Musikverein

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Grabenstätt. Während am Sonntagmittag auf dem Herbstmarkt rege Betriebsamkeit herrschte, nahmen sieben starke Männer und zwei junge Damen nördlich des Vereinsheims den Spatenstich für das Probenhaus des Musikvereins Grabenstätt vor: Vorsitzender Alois Wiesholler, Bürgermeister Georg Schützinger, 2. Vorstand und Projektleiter Ralf Hansen, 2. Dirigent Franz Klauser, Ehrendirigent Sepp Hollerauer, Planer und Statiker Lothar Herrmann, Baumeister Alois Binder sowie Alina Furch und Evelyn Appelmann von der Jugendkapelle.


Rohbau soll vor dem Winter stehen

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Das Probenhaus soll nördlich der alten Schule, die seit 1996 als Vereinsheim fungiert, auf einem Gemeindegrundstück entstehen. Mit der Fertigstellung wird im Herbst 2014 gerechnet. »Noch vor dem Winter sollte der Rohbau mit Dach stehen«, hofft Projektleiter Hansen. An den Gesamtkosten von 450 000 Euro beteiligt sich die Gemeinde mit 230 000 Euro. Dies sei »nicht selbstverständlich und hat uns enorm beflügelt«, bedankte sich Vorstand Wiesholler bei Bürgermeister Schützinger, der zuvor ein 52-Liter-Eichenholzfass vom Hofbräuhaus Traunstein mit zwei routinierten Schlägen angezapft hatte.

Der Bürgermeister bezeichnete die Eigenleistung als »wichtigen Faktor«. Er lobte die Baumspenden für den Dachstuhl und wünschte dem Musikverein beim Bau »alles Gute«. Bei den Eigenleistungen geht es vorrangig um Maurerarbeiten, das Dachdecken und den Innenausbau. Wiesholler erinnerte auch an die Fördermittel aus dem bayerischen Kulturfonds in Höhe von 40 000 Euro und nannte als weitere Finanzierungsmöglichkeiten »Rücklagen des Vereins, den Verzicht der Musikanten auf Aufwandsentschädigungen, Konzerteinnahmen, Stiftungen, Sachspenden und Firmenspenden«.

Bei der »Aktion Stuhlspende« kann man für 50 Euro symbolisch einen Stuhl erwerben. »Derzeit liegen wir bei 6050 Euro«, angepeilt seien 15 000 Euro, so Wiesholler.

Das Probenhaus soll eine Grundfläche von 18 mal 13 Metern haben und knapp sieben Meter hoch werden. Der im Erdgeschoß entstehende »akustisch ideale Probenraum« werde mit elf zu 13 Metern deutlich geräumiger sein als der bisherige im alten Schulhaus, so Wiesholler. Die Erleichterungen lägen auf der Hand: »Über 40 Musikanten können dort auf drei Ebenen ihre Instrumente abstellen und auch problemlos aneinander vorbeigehen«.

»Wir haben ein schönes Problem«

Mit den Worten von Dirigent Christian Bergmann – »Wir haben ein schönes Problem« – hatte am 7. November 2008 alles begonnen. Gemeinsam mit Vorstand Wiesholler war Bergmann bei Bürgermeister Schützinger vorstellig geworden, um sich mit ihm über das Platzproblem im Vereinsheim und etwaige Alternativen zu unterhalten. Nach der Besichtigung von Proberäumen in Rohrdorf, Großholzhausen und Teisendorf erfolgte am 1. August 2011 die Vorstellung des Projekts im Gemeinderat. Spätestens jetzt war das Großprojekt »Probenhaus« keine idealistische Vision mehr – und am Sonntag wurde sie angegangen. mmü