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Ein grüner Friedhof für Schleching

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Der Gemeinderat machte sich persönlich einen Eindruck von der Wegesituation auf dem Schlechinger Friedhof. Vor allem im Sommer seien die Wege mit Unkraut zugewachsen gewesen, was ungepflegt ausgesehen habe. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Auf Antrag von Elfie Bachmann fand vor der jüngsten Gemeinderatsitzung eine Ortsbegehung auf dem Friedhof statt. Die Gemeinderäte sollten sich ein Bild vom Friedhof im Allgemeinen und vor allem aber von der Wegesituation machen.


2014 hatte Andi Hell einen Naturfriedhof mit Rasenwegen vorgeschlagen, der damals Zustimmung fand. Elfie Bachmann berichtete, die Wege waren im Sommer mit Unkraut fast zugewachsen und machten einen ungepflegten Eindruck. Auch kamen Beschwerden aus der Bevölkerung, da es besonders ältere Menschen mit Gehhilfen schwer hatten, die Gräber zur Pflege zu erreichen.

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Bürgermeister Josef Loferer bestätigte das und versprach für nächsten Sommer regelmäßige Rasenpflege der Mitarbeiter des Bauhofs. Andi Hell verwies noch einmal darauf, dass zu einer Ökomodellgemeinde ein grüner Friedhof passender sei, als zubetonierte Wege. »Wir müssen die Courage haben, zu warten, bis die Wege die gewünschte Festigkeit durch das Gras erreicht haben«, meinte er. Im Frühjahr solle mit Sand oder Humus mit frischem Magerrasensamen auf den Wegen gearbeitet werden. Dem stimmten einige Gemeinderäte zu. Elfie Bachmann zeigte sich nicht überzeugt. Nach einer kurzen Diskussion einigten sich die Räte darauf, dass die gerade Hauptwege-Achse zur Leichenhalle grasfrei gehalten wird. Sie soll eventuell mit einem Olympia-Mastix-Belag oder mit Pflastersteinen befestigt werden. Beide Möglichkeiten sollen geprüft werden.

Auch über den Zustand des anonymen Grabfelds herrschte allgemeine Unzufriedenheit. Martina Hammerl-Tiefenböck wünschte sich bodenbedeckende Pflanzen, damit das Grabfeld  nicht  betreten  wird. Elfie Bachmann schlug vor, hier fachmännischen Rat einzuholen.

Seit einiger Zeit diskutiert der Gemeinderat auch über Änderungen und Anpassungen in der Baufibel. Christoph Rickert vom Büro Wüstinger und Rickert aus Frasdorf wurden als Architekt und Stadtplaner hinzugezogen, um fachkundigen Rat einzuholen. Rickert stellte diverse Änderungspunkte vor, die ausführlich diskutiert wurden. Geschäftsstellenleiterin Christine Zaiser bemerkte, wie wichtig und hilfreich eine genaue Formulierung der Gestaltungsvorschriften ist, da sie unter anderem als Orientierung für ortsfremde Architekten dient – besonders, wenn diese aus dem städtischen Bereich kommen und mit der traditionellen und regionalen Baukultur nicht befasst sind. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst.

In einem weiteren Punkt ging es um ein Grundstück am »Bichlfeld«, das von der Gemeinde gekauft wurde. Geplant ist, das Grundstück im Sinne der Richtlinien für die Vergabe von preisvergünstigtem Bauland für Einkommensschwächere und weniger begüterte Personen aus der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Außerdem stimmte der Gemeinderat zu, den Auftrag für die Sanierung der Kampenwandstraße an die Firma Streicher aus Altenmarkt zu erteilen, für einen Betrag von brutto rund 98 000 Euro. wun

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