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Ein großer Tag für die Unterwössner Wehr

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Sie sind glücklich mit dem neuen Löschfahrzeug 20 (von links): Feuerwehrvorstand Christian Gropper, stellvertretender Vorstand Toni Dirnbacher, Feuerwehrkommandant Stefan Wimmer, Bürgermeister Hans Haslreiter und Zweiter Kommandant Robert Stengl. (Foto: Flug)

Unterwössen. Großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Unterwössen: Mit einer feierlichen Weihe ist das neue Löschfahrzeug 20 auf dem Rathausplatz offiziell in Dienst gestellt worden. Ein vom Feuerwehrverein angeschafftes, gebrauchtes Mehrzweckfahrzeug erhielt ebenfalls den kirchlichen Segen.


Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin hatte der Festtag begonnen. Danach bildete sich ein Kirchenzug aus Pfarrer, Bürgermeister, Gemeinderäten und Vereinsvertretern. Zur Musik der Musikkapelle Wössen marschierten sie über die Hauptstraße zum Rathausplatz. Dort begrüßte Feuerwehrvorsitzender Christian Gropper die vielen Gäste, unter ihnen auch die Vertreter der Kreisbrandinspektion aus Traunstein mit Kreisbrandrat Hans Gnadl.

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Unterwössens Bürgermeister Hans Haslreiter erinnerte sich in seiner Rede an das Jahr 1967. Als er damals Kommandant der Feuerwehr geworden sei, habe es dort ein einziges Fahrzeug gegeben: einen Ford Transit für sechs Mann Besatzung. Heute, 46 Jahre später, sieht er die beiden Ortsfeuerwehren in Unterwössen und Oberwössen mit sieben Fahrzeugen ausgestattet. Haslreiter schreibt das auch seinem eigenen Bestreben zu, bestmögliche Sicherheit für die Bürger zu gewährleisten.

Als ehemaliger Kommandant und Bürgermeister sei er »begeistert und beeindruckt« vom neuen LF 20, so Haslreiter. Das neue Fahrzeug bezeichnete das Gemeindeoberhaupt als Hightech-Gerät, in dem 40 Jahre Erfahrung in der Brandbekämpfung, Rettung und Bergung stecken würden. Es sei das modernste Feuerwehrfahrzeug, das es derzeit am Markt gebe und das erste seiner Art im Achental. 330 000 Euro habe das Fahrzeug die Gemeinde gekostet, 90 000 Euro davon habe es als Zuschuss gegeben. An die Feuerwehr richtete er den Appell, fleißig zu üben, um im Einsatz wirklich perfekt zu sein.

Markus Persch von der Herstellerfirma Rosenbauer beteuerte, dass eine solche Auslieferung auch für sein Unternehmen etwas Besonderes sei. Es sei ein Werk entstanden, das vielseitige Anforderungen erfülle, aber keinen Luxus aufweise. Besonders sei die Auslieferung aber deshalb, weil mit ihr ein sehr intensives Miteinander ende. Die Freiwillige Feuerwehr Unterwössen habe wertvoll mitgearbeitet und unterstützt. Ein erheblicher Teil Unterwössner Ideen und Anforderungen seien in das Objekt geflossen.

Kreisbrandrat Hans Gnadl war mit Kreisbrandmeister Alfred Waschin und Kreisbrandinspektor Georg König vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein nach Unterwössen gekommen. Gnadl sprach den Wehrleuten seine Anerkennung aus und lobte die Gemeinde für die Unterstützung bei der so wichtigen Aufgabe.

Der Kommandant der Unterwössner Feuerwehr, Stefan Wimmer, dankte der Gemeinde für eine unkomplizierte Zusammenarbeit bei der Beschaffung des neuen Fahrzeuges. Besonders hob Wimmer seinen Stellvertreter, den Zweiten Kommandanten Robert Stengl, hervor, der die Ausschreibung des Fahrzeuges, Beladepläne und sämtliche Protokolle erarbeitet hatte. Bei den Rohbaubesprechungen und Fahrzeugdatenräumen im fernen Luckenwalde habe Stengl durch sein Fachwissen geglänzt. Ohne Stengl würde das Fahrzeug »heute nicht so dastehen«, schloss der Kommandant.

Feuerwehr überreichte 10 000-Euro-Scheck

Nach einer kleinen Andacht weihte Pfarrer Klaus Wernberger das Neufahrzeug und das vom Feuerwehrverein angeschaffte gebrauchte Mehrzweckfahrzeug. Beide Fahrzeuge waren trefflich aufpoliert und vom Gartenbauverein mit reichlich Blumen geschmückt.

In einem letzten Tagesordnungspunkt überreichten Feuerwehrvorstand und Kommandant einen Scheck über 10 000 Euro an die Gemeinde. Mit diesem Betrag wollen die Feuerwehrleute die Kommune von den Anschaffungskosten entlasten. Bürgermeister Hans Haslreiter bezeichnete das als wertvolle Spende und zeigte sich nach eigenen Worten »gerührt«. lukk