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Ein Geschwister-Paar führt die Landkreis-Jusos

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So sieht die neue Vorstandschaft der Landkreis-Jusos aus (von links): Johannes Müller, Annika Kuhlmann, Sepp Parzinger, Sebastian Kuhlmann, Anna Scheitzeneder, Lara Treppner.

Traunstein – Führungswechsel gibt es bei den Jusos im Landkreis Traunstein. Die 20-jährige Studentin Annika Kuhlmann aus Ettendorf und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Sebastian Kuhlmann bilden die neue Doppelspitze. Sie wurden bei der Jahreshauptversammlung der Landkreis-Jusos im Gasthaus Aubräu zu Nachfolgern von Sepp Parzinger und Lara Treppner gewählt, die beide nicht mehr kandidierten. Sie bleiben dem Vorstand aber weiterhin in der Stellvertreterposition erhalten. Komplettiert wird der Vorstand durch Anna Scheitzeneder aus Schnaitsee und Johannes Müller aus Traunstein, die ebenfalls stellvertretende Vorsitzende sind.


In ihrem Rechenschaftsbericht gingen die bisherigen Vorsitzenden Treppner und Parzinger auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr ein. Ein Schwerpunkt war die Arbeit gegen Rechtsradikalismus. So haben rechte Gruppierungen immer wieder Veranstaltungen und Kundgebungen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land durchgeführt. Gemeinsam mit Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden haben auch die Jusos für Vernunft und Menschlichkeit eingestanden. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch das Bündnis »Bunt statt braun im Landkreis Traunstein«, das die Jusos vor einigen Jahren mitinitiiert hatten und das immer wieder Präventionsarbeit durch Ausstellungen und Informationsveranstaltungen leiste.

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Ebenso in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden wurde im vergangenen Jahr auf Idee der Jusos das »Junge Bündnis für Geflüchtete« gegründet, in dem junge Menschen für einen besseren Austausch zwischen Geflüchteten und schon immer hier lebenden jungen Menschen zusammenarbeiten.

Als weitere Themen beschäftigten sich die Jusos im vergangenen Jahr mit einer besseren Beteiligung der Jugend, mit mehr bezahlbarem Wohnraum und einem besseren Personennahverkehr.

Diese Themen werden die Jusos auch im kommenden Jahr beschäftigen, erklärten die neuen Vorsitzenden. So wollen sich die Jusos für mehr bezahlbare Wohnungen für junge Leute einsetzen. Dazu erklärte Sepp Parzinger, dass gerade kleine, bezahlbare Wohnungen für ein bis zwei Personen im Landkreis fehlen würden und dies in besonderem Maße auch junge Leute treffen würde.

Zum öffentlichen Personennahverkehr erklärten Anna Scheitzeneder und Lara Treppner, dass die Nachtbusse am Wochenende eine große Fläche im Landkreis abdecken würden, wobei aber durchaus auch noch Optimierungsbedarf bestehe. Auch wünschen sie sich eine Handy-App, in der alle Verkehrsmittel des ÖPNVs im Landkreis kombiniert werden.

Ein Schwerpunkt bei den Jusos im kommenden Jahr soll das Thema Jugendbeteiligung und Platz für die Jugend werden. Hierzu berichtete Sebastian Kuhlmann, dass besonders auch Proberäume für Nachwuchsbands im Landkreis fehlen würden. Johannes Müller und Annika Kuhlmann berichteten von der schwierigen Situation in Traunstein. Hier sei nach dem Bürgerentscheid gegen das Jugendzentrum in der Güterhalle inzwischen leider wohl keine Alternative in Sicht. Ein kostengünstigerer Neubau, wie von den Initiatoren des Bürgerbegehrens versprochen, sei aktuell nicht absehbar. Die Jusos wollen sich zeitnah mit dem Oberbürgermeister Christian Kegel in Verbindung setzen, um die aktuelle Situation zu besprechen.

Abschließend erklärten die neuen Vorsitzenden, dass die Jusos sich im Sommer natürlich auch am Wahlkampf für die SPD und die Traunsteiner Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler beteiligen werden. Die SPD habe im Bund mit Martin Schulz seit langem wieder die Chance, den Kanzler zu stellen und so für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Dass dies gerade auch im Landkreis viele junge Leute unterstützen, zeigen die über 10 Neueintritte bei den Jusos, die es seit dem Jahresanfang gebe.