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Ein ganzer Ort unterstützt den kleinen Raphael

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Auch der Pumuckl – dessen Sprecher Hans Clarin in Aschau lebte – half mit, Geld für den leukrämiekranken Raphael Fischer zu sammeln.

Aschau – »Aschau huift – und darüber spricht man in der ganzen Region«, so Andreas Fischer, der Vater des zweijährigen Raphael, bei der Benefizveranstaltung für den Kleinen. 45 000 Euro kamen so an einem Tag zusammen, das ganze Dorf brachte sich in die Hilfe ein. Raphael ist an einer besonders aggressiven Form von Leukämie erkrankt und derzeit auf Vermittlung des Haunerschen Kinderspitals mit seiner Mutter in Seattle in Behandlung.


Angefangen hatte alles mit einer Whatsapp-Nachricht von Raphaels Taufpaten Franz Vordermayer. Raphael ist knapp zwei Jahre alt und hat schon viel Zeit im Krankenhaus verbracht. Bereits mit sechs Monaten erhielt er die Diagnose Blutkrebs; Chemo- und Antikörpertherapien folgten, bisher ohne Erfolg. Es gibt aber Hoffnung in Amerika, nur die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse nicht. Die Stiftung »Care-for-Rare« übernimmt einen Teil der Kosten, jedoch fehlt noch eine große Summe des im mittleren sechsstelligen Bereich liegenden Betrags. Fabian Schneikart, Herbert Reiter und Simon Frank – entschlossen sich zu helfen und stellten eine Veranstaltung auf die Beine, wie sie der Ort noch nicht gesehen hat. Bestens im Dorf vernetzt, verpflichteten sie alle Bekannten, mitzumachen oder wenigstens als Gast zu kommen. Draußen zeigten Feuerwehr und BRK ihre Fahrzeuge, Kinder durften im Feuerwehrauto mitfahren. Weit mehr als 1500 Besucher aus der ganzen Region waren es am Ende. Die Tombola mit Sachpreisen vom Fernseher über Essensgutscheine in der Sterneresidenz Heinz Winkler bis zum Dirndlgwand, gespendet vor allem von der Aschauer Geschäftswelt, war innerhalb einer halben Stunde ausverkauf – 650 Lose zu je zehn Euro.

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Prominente aus Aschau, Sportler und Schauspieler stifteten persönliche Gegenstände zur Versteigerung. Mit Videobotschaften meldeten sich Wintersportler aus aller Welt und sogar Bastian Schweinsteiger sprach in den USA aus einem fahrenden Auto heraus Raffi Mut für seine Behandlung zu.

Versteigerer Robert Schneikart brachte mehrere Startnummern von Weltmeister Björn Kircheisen und Slalomfahrer Linus Straßer unter den Hammer, zwei Basketballkarten und ein Trikot des FC Bayern waren dabei, die Teilnahme an einem Drehtag bei »Dahoam ist Dahoam« und allerlei Utensilien aus Lansing brachten alleine 890 Euro ein. Bürgermeister Peter Solnar war dieser Tag in Lansing 500 Euro wert. Insgesamt kamen über 2000 Euro zusammen.

Draußen wurden Kinder geschminkt, überall standen Sammelbüchsen. Als Fabian Schneikart, Herbert Reiter und Simon Frank am Abend einen ersten Kassensturz machten, zählten sie über 45 000 Euro. Das Geld kommt ohne Umwege Raphael Fischer zugute.

Weitere Möglichkeiten für eine Spende bestehen auf dem Konto der Care-for-Rare Foundation, Kennwort: Raffi Fischer, mit der IBAN: DE93 6305 0000 0000 0035 33, BIC: SOLADES1ULM.reh

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