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Ein Festsonntag wie aus dem Bilderbuch

4.3
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Traunreut. Unter weiß-blauem Himmel mit leichter Brise vor einer herrlichen Kulisse feierte die Schützengesellschaft »Zur Heimat« am Sonntag den Festgottesdienst anlässlich ihres 135-jährigen Bestehens. Das Jubiläum war verbunden mit dem Gauschützenfest des Alzgaus Trostberg. Die rund 70 Schützenvereine, Ortsvereine und Musikkapellen sorgten für einen bunten Kirchen- und Festzug, begleitet von Böllerschüssen. »Ein Festsonntag wie aus dem Bilderbuch«, schwärmten Schützenmeister Robert Niedl und die rund 1000 Gäste.


Den Gottesdienst auf einer Anhöhe mit Blick auf Traunwalchen zelebrierten Pfarrer Richard Datzmann und Gemeindereferent Peter Glaser, der die Tradition und das Brauchtum herausstellte und dabei an den Leitspruch auf der neuen Standarte »Gefestigt durch die Tradition – gemeinsam in die Zukunft« anknüpfte, die im Anschluss an den Feldgottesdienst geweiht wurde.

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»Ich kann gar nicht genug herausstellen, was das für eine große Tradition ist, die hier gepflegt und weitergetragen wird«, betonte Schirmherr Peter Ramsauer (MdB) in seinem Grußwort. Dabei brach er auch eine Lanze für den Schießsport. »Unsere Gesellschaft braucht Schützenvereine, die hervorragend zu Anstand, Disziplin und Gemeinschaft erziehen«, sagte Ramsauer, der bereits beim Festabend herausstellte, dass er sich sehr glücklich schätze, Schirmherr dieses Doppeljubiläums zu sein – am nächsten Sonntag feiert die Freiwillige Feuerwehr Matzing Jubiläum. Augenzwinkernd stellte er heraus: »Diese Schirmherrschaft bedeutet mir eben so viel, wie ein Ministeramt«.

Konzentration und Kommunikation seien die Grundlage einer Tradition, betonte Ehren-Bezirksschützenmeister Josef Niedermaier, der ebenso wie Ramsauer den Schießsport verteidigte. Schützenvereine gelten als Vorbilder in der Gesellschaft, sagte er. »Gut Schuss« und ein weiteres gutes Gelingen der Matzinger Festwochen wünschte Bürgermeister Klaus Ritter den Veranstaltern und mit einem herzlichen Vergelt´s Gott würdigte auch Gauschützenmeister Armin Singer alle, die zum Gelingen des Festes mit beigetragen hatten.

Bevor sich die zahlreichen Fahnenabordnungen, Festkutschen, Festwagen und Musikkapellen mit den Vereinen zum Festzug formierten, wurde mit Begleitung der Blaskapelle Traunwalchen, die auch den Gottesdienst musikalisch mitgestaltete, die neue Standarte der Matzinger Schützen geweiht. Nach guter Tradition wurden von Festmutter Sabine Gampe und den Festbräuten Ramona Rötzer und Steffi Ofensberger Fahnenbänder an die neue Standarte geheftet. Als sichtbares Zeichen überreichte die Patenbraut des Patenvereins, der Schützengilde Traunwalchen, Julia Miesgang, ein Erinnerungsband.

Mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne fand der Gottesdienst einen würdigen Ausklang. Mit Musik und Böllerschüssen zog der Festzug über die Bundesstraße 304 in Richtung Biebing, wo gemeinsam weiter gefeiert wurde. ga