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Ein »fast historischer Moment« im Waginger Rathaus

Waging am See. Von einem »fast historischen Moment« sprach der Waginger Bürgermeister Herbert Häusl bei der Unterzeichnung der Bewerbung um eine »Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel« am Donnerstag im Rathaus. Und der Tittmoninger Bürgermeister Konrad Schupfner meinte, es komme mehr und mehr darauf an, dass sich Gemeinden zusammentun. Mit dabei sind jetzt die fünf Gemeinden des Seenbündnisses – Waging am See, Taching am See, Kirchanschöring, Petting und Wonneberg – sowie die Salzachtalgemeinden Fridolfing und Tittmoning.

Die Bürgermeister setzen ihre Unterschrift unter die Bewerbung um eine Ökomodellregion »Waginger See – Rupertiwinkel«, von links Karl Lanzinger, Josef Mayr, Konrad Schupfner, Herbert Häusl, Hans Schild und Hans-Jörg Birner. (Foto: H. Eder)

Bei der Feier im Waginger Rathaus fehlte nur die Tachinger Bürgermeisterin Ursula Haas, die im Urlaub ist; sie wird ihre Unterschrift nachholen. Marlene Berger-Stöckl, die die Bewerbung organisiert und zu Papier gebracht hatte, übergab jedem Bürgermeister ein Exemplar davon. Ziel der Bewerbung ist es, den heimischen Biomarkt zu stärken und sich ein regionaltypisches Ziel als Ökomodellregion zu erarbeiten. Dabei könne man sich auf ein großes Potenzial an innovativen Landwirten, ökologischen Produkten und Vermarktern sowie auf Vorarbeiten im touristischen und kommunalen Bereich stützen. Konkret gehe es darum, den Bio-Anbau auszuweiten und verstärkt ökologisch erzeugte Produkte aus der Region zu verwenden. Dabei sollten die Gemeinden Vorreiterfunktion übernehmen. Durch die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen eröffneten sich »neue Möglichkeiten für Ökobetriebe, für umstellungswillige Landwirte, für Direktvermarkter und einen anspruchsvollen Ökotourismus«.

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In ihren Grußworten verwiesen die Bürgermeister auf die gute Zusammenarbeit, teilweise einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse zugunsten der Bewerbung, eine hervorragende Kooperation mit Marlene Berger-Stöckl und nicht zuletzt die konstruktive Mitarbeit von Bauern und Organisationen. Das Projekt sei, so Berger-Stöckl, »von unten her miterarbeitet« worden. Viele Ideen seien von den Bürgermeistern, Organisationen, nicht zuletzt auch vom Landwirtschaftsamt eingebracht worden.

Durchgehend äußerten sie die Hoffnung, dass die Waginger-See-Region auch den Zuschlag bekomme; voraussichtlich wird die Entscheidung im Januar fallen. Der Kirchanschöringer Bürgermeister Hans-Jörg Birner meinte, man sollte auch anderenfalls auf diesem guten Weg weiterarbeiten. he